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Dividendenperle Royal Dutch Shell: Zwischen Tradition und wichtigen Neuerungen

Foto: The Motley Fool

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) ist für viele Einkommensinvestoren auch weiterhin eine attraktive Dividendenperle. Eine Dividendenrendite im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine Dividendenhistorie, die bereits seit 1945 und somit seit fast 75 Jahren nur so vor Stabilität strotzt, runden hier das für viele Dividendenjäger potenziell attraktive Gesamtpaket ab. Hohe und weiterhin stabile Dividenden scheinen daher in gewisser Weise vorprogrammiert zu sein.

In meinen Augen befindet sich Royal Dutch Shell gegenwärtig jedoch auch in einem für den Öl- und Erdgasmulti wichtigen Spagat zwischen Tradition und möglicherweise wegweisenden und revolutionären Neuerungen. Lass uns daher im Folgenden einmal einen Blick darauf werfen, was ich damit meine.

Hier bleibt Royal Dutch Shell zunächst traditionell

Einerseits bleibt der britisch-niederländische Konzern gegenwärtig, wie gesagt, durchaus traditionell. Die spannende Dividendenentwicklung ist hierbei lediglich eine Ausprägung des scheinbaren Credos, wonach Tradition verpflichtet. Doch auch in anderen, operativeren Bereichen scheint Tradition in den kommenden Jahren noch immer eine wichtige Rolle zu spielen.

Erst vor wenigen Wochen verkündete das Unternehmen, dass der Öl- und Erdgasbereich auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen werde. Bis zum Geschäftsjahr 2025 wird Royal Dutch Shell 30 Mrd. Euro durchschnittlich pro Jahr in neue Projekte in ebenjenen Geschäftsbereich investieren. Investitionen, die kurz- bis mittelfristig die nach wie vor vorhandene, starke Position in diesem Geschäftsbereich stärken dürften.

Auch wenn sauberere Lösungen wichtiger werden, scheint Royal Dutch Shell daher momentan noch nicht vergessen zu haben, was den Konzern zu einer Weltmacht werden ließ, und versucht hier mit einer 180-Grad-Wende eine Veränderung einzuläuten. Was möglicherweise viel der bisherigen Stärke und der Dividendenqualität des Konzerns kosten würde. Der Fokus für den Moment scheint daher noch immer auf dem zu liegen, worin Royal Dutch Shell momentan erfolgreich ist.

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Royal Dutch Shell blickt jedoch auch in die Zukunft

Andererseits ist der bisherige Öl- und Erdgasriese offen für neue und wichtiger werdende Themenfelder. In einer Welt, die künftig immer stärker von Elektrizität abhängig sein wird (möglicherweise auch innerhalb der Mobilität), hat Royal Dutch Shell bereits angekündigt, einen solchen Weg mitgehen zu wollen.

So plant man bis zum Geschäftsjahr 2030 nichts weniger, als zum größten Elektrizitätsproduzenten unseres Planeten aufzusteigen. Eine Entwicklung, die auf solche neuen Trends hin zu mehr Elektrizität aufbauen könnte.

Royal Dutch Shell wird hierbei jedoch seine bisherigen Bereiche nicht komplett vernachlässigen. Die Bereiche Öl, Erdgas und Elektrizität sollen bis zu diesem Zeitpunkt jeweils rund ein Drittel des Geschäftsvolumens des Konzerns ausmachen, was langfristig ebenfalls unterstreichen dürfte, dass hier die Wende eher kleinschrittig und durchdacht-gemächlich erfolgen wird. Und der aktuelle Erfolg nicht für Zukunftsprojekte geopfert wird.

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In den Bereich Elektrizität wird der Öl- und Erdgasmulti natürlich auch in den kommenden Jahren investieren müssen. Die derzeitigen Investitionen von lediglich einer bis zwei Milliarden Euro pro Jahr sollen in den kommenden Jahren entsprechend ausgebaut werden.

Diese Dividendenperle bleibt heiß!

Wenn du mich fragst, bleibt die Dividendenperle Royal Dutch Shell weiterhin heiß. Der Spagat zwischen Tradition und neuen, strategischen Imperativen wird bei dem britisch-niederländischen Konzern nicht bloß langsam angegangen, sondern in meinen Augen auch mit dem Weitblick darauf, dass der aktuelle Erfolg nicht geopfert wird.

Langfristig dürfte Royal Dutch Shell mit einer solchen Neuausrichtung jedoch auf die sich wandelnden Bedürfnisse in der Antriebstechnologie und im Rohstoffmarkt reagieren können, was das Geschäftsmodell mit der Zeit gehen lässt.

Selbst in Anbetracht der Unkenrufe, dass Öl und Erdgas künftig immer unwichtiger werden, scheinen sich Investoren bei Royal Dutch Shell in Anbetracht solcher Meldungen wenig Sorgen machen zu müssen. Die seit etlichen Jahren stabile Dividende könnte daher auch für kommende Jahre gesichert bleiben.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell.

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