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BASF-Aktie: Darum sucht man jetzt die Nähe zu Russlands Gazprom!

Foto: Gazprom

Die BASF (WKN: BASF11)-Aktie scheint in diesem Jahr einfach nicht in Topform zu sein. Mal geht es rauf, dann geht es wieder runter. Aber so eine richtige Richtung scheint das Papier trotz marginalem Kursplus seit Jahresbeginn noch immer nicht gefunden zu haben.

Die Gründe für diese Entwicklung sind eigentlich recht offensichtlich. Kleinere Probleme wie beispielsweise jüngst bei Pflanzenschutzmitteln in Frankreich belasteten zwar, allerdings wird das große Ganze gegenwärtig vom Handelskrieg zwischen China und den USA sowie daraus resultierenden, konjunkturellen Sorgen überschattet.

Nun macht sich BASF allerdings auf und versucht scheinbar, neue starke Partner für sich zu gewinnen – und glaubt anscheinend, in Russland diesbezüglich fündig geworden zu sein.

Gazprom als starker Partner

Wie BASF-Chef Brudermüller im Rahmen eines Interviews mit der Neuen Zürcher Zeitung preisgegeben hat, sei man vonseiten der BASF eher aufseiten Russlands. Man müsse Russland zurück in die Staatenunion holen, was ein ganz gewichtiges Ziel sei.

Zudem bezog der BASF-Lenker auch zu einem weiteren Politikum ganz klar Stellung. So müsse Nord Stream 2 seiner Ansicht nach fertiggestellt werden. Außerdem müsse sich Europa hierbei gegen die USA wehren und Europa solle sich verbitten, dass die USA sich in ein solches Projekt einmischen.

Nord Stream 2 ist seit Langem ein heiß diskutiertes Politikum. Auch wenn die wichtige Pipeline sich inzwischen im Bau befindet und grob dem russischen Konzern Gazprom (WKN: 903276) über eine Mehrheitsbeteiligung von 51 % am Unternehmen Nord Stream zugeordnet werden kann, wird dieser Schritt noch immer diskutiert. Zuletzt auch von US-amerikanischer Seite, die eigentlich in keinerlei Hinsicht einen Einfluss auf russisch-europäische Projekte haben sollten.

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Eigennutz? Ja, aber warum denn nicht!

Natürlich kann man BASF an dieser Stelle durchaus ein wenig Eigennutz vorwerfen. Denn immerhin ist auch die ehemalige und inzwischen weitgehend ausgegliederte Tochtergesellschaft Wintershall mittelbar in dem Projekt investiert. Somit hat BASF natürlich auch ein gewisses Interesse an der finalen Realisierung dieses Projektes.

Die aktuellen Meldungen könnten jedoch auch eine weitere Bedeutungsdimension erhalten. Sofern die USA nämlich weiter protektionistisch agieren und für BASF als Exportkonzern immer unattraktiver werden, könnte die Nähe zu Russland und generell zum Osten eine daraus resultierende Lücke füllen.

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Möglicherweise hat BASF-Aktie an dieser Stelle – durch die zudem nicht ganz uneigennützige Positionierung in der Nord-Stream-2-Frage – einen ersten Versuch der Tuchfühlung in diese Richtung gewagt. Ein Aspekt, der ebenfalls eigennützig gedacht sein könnte. Aber mal im Ernst: Welcher Konzern agiert denn im Endeffekt nicht eigennützig, um die eigenen Interessen und die der Investoren bestmöglich durchzusetzen?

Bemerkenswerte Randnotiz. Beobachtenswert!

Die derzeitige Nähe zu Russland könnte daher definitiv ein Aspekt sein, den man im Kontext der BASF-Aktie beobachten sollte. Denn vielleicht plant der Chemieriese in Anbetracht der aktuell verfahrenen Handelssituation, die insgesamt auf eine isolationistische USA zurückzuführen ist, die bisherigen Verbindungen zum Ostnachbarn weiter auszubauen. Wer weiß.

Zumindest könnte das eine These sein, die man angesichts der momentanen Meldungen als Investor vielleicht verfolgen sollte. Denn die aktuellen Äußerungen sowie die bereits bestehende Nähe zu Russland über die Beteiligung an Nord Stream 2 könnten definitiv erste Indikatoren für eine solche strategische Ausrichtung des Chemiekonzerns in der Zukunft sein.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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