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Erwarte keine CBD-Aktionen in nächster Zeit

CBD Cannabidiol
Foto: Getty Images.

Die jüngste öffentliche Anhörung der Food & Drug Administration (FDA) zum Thema Cannabidiol (CBD) brachte wenig Klarheit. Der amtierende FDA-Kommissar Ned Sharpless sagte, es gäbe „echte Risiken“ bei der Verwendung von CBD und bekräftigte, dass, da die Agentur Medikamente mit CBD als Wirkstoff zugelassen hat, es nicht Lebensmitteln zugesetzt werden kann, die über US-Bundesstaatsgrenzen hinaus oder als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden.

Während er das starke und wachsende öffentliche Interesse an diesem Thema anerkennt, „gibt es immer noch vieles, was wir nicht wissen“, sagte er und gab an, dass der Weg aus dem regulatorischen Labyrinth nicht einfach oder schnell wäre.

Reduzierung der Marktschreier-Atmosphäre

Es hilft nicht, dass einige Unternehmen CBD wie Schlangenöl verhökern und behaupten, es hätte magische, therapeutische Eigenschaften, die eine Vielzahl von Krankheiten, von Angstzuständen und Entzündung zu Schlaflosigkeit und Schmerzen, lindern oder heilen können, und in allen möglichen Produkten wie Cremes, Lotionen und Salben verarbeiten. Sharpless sagte, dass der FDA bekannt sei, dass viele die Produkte unter Verletzung des Gesetzes vermarkten, und Warnschreiben herausgegeben hätte.

Es gibt zwar Studien, die die positive Wirksung von CBD belegen, doch ist die Dosierung dafür ausschlaggebend, die viele rezeptfreie Produkte nicht annähernd bieten. Zudem besteht das Risiko, dass die Ergebnisse der hohen Dosierungen von CBD in pharmazeutischer Qualität, das in klinischen Studien verwendet wird, mit den begrenzten Mengen an kommerziellem CBD in rezeptfreien Produkten nicht zu erreichen sein könnten.

Dennoch stehen zahlreiche US-Einzelhandelsketten Schlange, um CBD-Produkte an ihre Kunden zu verkaufen, und selbst die Apothekenriesen Walgreens (WKN:A12HJF), CVS Health (WKN:859034) und Rite Aid (WKN:857022) springen auf den CBD-Zug auf.

Sharpless ist besorgt, dass die mutwillige Vermarktung von CBD-Produkten die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher gefährdet, weil sie bei schweren oder sogar tödlichen Krankheiten zugelassene Therapien zugunsten von CBD ablehnen könnten, ohne die Folgen zu kennen.

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Beseitigung des Patchwork-Ansatzes bei der Regulierung

Die FDA sieht Potenzial in diesen Stoffen, da die Agentur folgende Medikamente zugelassen hat: Epidiolex von GW Pharmaceuticals (WKN:693692), das CBD als Wirkstoff zur medikamentösen Behandlung von Epilepsie enthält, sowie Marinol von AbbVie (WKN:A1J84E) und Syndros von Insys Therapeutics (WKN:A1JC8P), die Tetrahydrocannabinol (THC), die psychoaktive Substanz aus Marihuana, enthalten. Sharpless sagte jedoch: „Es gibt wichtige Gründe, das Einbringen von Arzneimitteln in die Lebensmittelversorgung generell zu verbieten.“

Dennoch wird man feststellen, dass in jenen Staaten, die den Konsum von Marihuana legalisiert haben, CBD in Nahrungsmitteln und Getränken bereits auftaucht (die Zuständigkeit der FDA erstreckt sich nur auf den zwischenstaatlichen Handel). Große Brauereien wie Heinekens Lagunitas produzieren seit Jahren ein mit CBD angereichertes Bier, das nur in Kalifornien erhältlich war, und jetzt findet man es auf den Speisekarten der Restaurants.

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Carl’s Jr. führte vergangenen April in seinen Restaurants in Colorado einen CBD-Burger ein, und das in Denver ansässige Illegal Burger, das CBD-basierte Gewürze entwickelt, plant, Imbisswägen unter dem Banner des AmeriCanna Cafe einzuführen, die mit CBD versetzte Menüartikel außerhalb von Apotheken verkaufen werden.

Die Zukunft ist noch weit entfernt

Obwohl die Anhörung einen Weg für die eventuelle Lockerung der Regeln eröffnet, deutet der institutionelle Widerstand darauf hin, dass es nicht schnell gehen wird.

Die stellvertretende FDA-Hauptkommissarin und amtierende CIO Dr. Amy Abernethy schrieb einen Tweet-Thread, in dem sie das öffentliche und geschäftliche Interesse an der Verringerung der Verwirrung um CBD bestätigte, aber auch bemerkte: „Es liegt in unserer Verantwortung, sicherzustellen, dass der regulatorische Weg wissenschaftlich solide und im Interesse der öffentlichen Gesundheit ist.“

Abernethys Ansatz deutet darauf hin, dass die FDA diesen Schritt nur langsam machen wird — was dem Markt nicht entgangen ist, da viele Cannabis-Aktien nach der Anhörung stark gefallen sind, einschließlich Canopy Growth, Aurora Cannabis und Tilray.

Dennoch wird das FDA-Gremium weiterhin Kommentare sammeln, wenn es entscheidet, wie die Substanz am besten reguliert werden soll. Obwohl die Wirksamkeit einiger der bisher verhökerten Produkte fragwürdig sein mag, können die natürlichen Ursprünge von CBD und die Nachfrage der Öffentlichkeit die Regulierungsbehörden letztendlich dazu veranlassen, einen eher praxisorientierten Ansatz zu verfolgen. Es wird nur nicht so bald passieren.

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Dieser Artikel wurde von Rich Duprey auf Englisch verfasst und am 10.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt CVS Health.

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