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Schock! Ölpreise brechen ein: Was Investoren von Royal Dutch Shell und BP jetzt bedenken sollten!

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Manchmal scheint es wirklich wie verhext zu sein. Erst kürzlich habe ich noch einen Artikel darüber geschrieben, was die inzwischen gestiegenen Ölpreise für die Erdölkonzerne Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) und BP (WKN: 850517) bedeuten. Speziell die eigentlich stabil wirkende Marke von rund 70 US-Dollar je Barrel Brent habe ich hierbei in den Fokus gerückt.

Da brechen die Ölpreise wieder vermehrt ein. Allein innerhalb der vergangenen Handelswoche fiel beispielsweise die Notierung des Barrel Brent von über 70 US-Dollar auf das derzeitige Niveau von knapp 65 US-Dollar, was immerhin einem Einbruch von ca. 7 % entspricht.

Foolishe Investoren der Öldividendenperlen könnten sich nun fragen, was eine solche Entwicklung für die jeweiligen Konzerne kurz-, mittel- und langfristig zu bedeuten hat. Daher lass uns im Folgenden einmal einen Blick auf ein paar relevante Aspekte werfen.

Die kurzfristigen Auswirkungen

Kommen wir zunächst zu den kurzfristigen Auswirkungen. Für’s Erste sollten wir festhalten, dass hier alles noch in bester Ordnung zu sein scheint. Innerhalb der ersten zwei Monate des aktuellen Quartals notierten die Preise je Barrel Brent schließlich auf einem Kursniveau von über 68 US-Dollar je Barrel Brent. Hier dürften die beiden Dividendenperlen daher durchaus bereits so profitabel gewesen sein, dass die aktuelle Dividende gedeckt sein dürfte.

Zudem sollten Investoren hierbei ebenfalls bedenken, dass die Dividende auch beim derzeitigen Kursniveau von 65 US-Dollar je Barrel Brent noch immer mehr als ausreichend gedeckt sein dürfte. Im letzten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres 2018 konnte Royal Dutch Shell schließlich bei einem durchschnittlichen Kursniveau von knapp über 68 US-Dollar sehr solide Ergebnisse präsentieren.

Auch wenn die Ölpreise daher gegenwärtig ein wenig nachgeben, könnten die kurzfristigen Auswirkungen noch immer vernachlässigbar sein.

Die mittelfristigen Auswirkungen

Auch mittelfristig scheint eigentlich noch alles relativ harmlos zu sein. Innerhalb dieses Geschäftsjahres notierten die Ölpreise schließlich konsequent über der Marke von 50 US-Dollar je Barrel Brent. Also auf einem Niveau, wo man sich eigentlich kaum Sorgen um die aktuellen Ausschüttungen machen muss. Geschweige denn darum, dass die Ölkonzerne wieder in die roten Zahlen rutschen könnten.

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Zudem existieren noch immer gewisse Unsicherheiten, die den Ölpreisen immer mal wieder gewisse Impulse auch nach oben verleihen könnten. So besteht beispielsweise noch immer reichlich Unsicherheit, wie sich die politische Entwicklung zwischen den USA und dem Iran als Ölnation weiter abspielt. Sowie ob die etablierten Ölnationen wie Saudi-Arabien und die USA wirklich die dadurch drohenden Ausfälle langfristig kompensieren können.

Zudem könnten die fehlenden Investitionen der vergangenen Jahre für gewisse Engpässe beim Öl sorgen. Gängige Prognosen rechnen nämlich noch immer damit, dass ab dem Jahre 2022 eine Ölknappheit eintreten könnte. Auch das könnte die Ölpreise mittelfristig weiter antreiben, was durchaus positiv für die Ertragslage der Dividendenperlen sein könnte.

Die langfristigen Auswirkungen

Hm, es wirkt ein bisschen komisch, die aktuellen Ölpreise auf einen langfristigen Horizont herunterbrechen zu wollen. Genau genommen haben die derzeitigen Notierungen natürlich kaum langfristige Auswirkungen. Alleine die Formulierungen von derzeitig und langfristig beißen sich hier ziemlich. Lass uns dennoch an dieser Stelle einen Blick auf ein paar Entwicklungen werfen, wie sich der Ölmarkt langfristig entwickeln könnte.

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Natürlich könnte es ab irgendeinem Zeitpunkt so sein, dass Öl immer unwichtiger wird. Neue Antriebstechnologien könnten schließlich das Potenzial haben, die Nachfrage nach Öl deutlich zu schmälern. Und die Abhängigkeit vieler Menschen vom Schwarzen Gold entsprechend reduzieren.

Nichtsdestoweniger scheinen sich viele Konzerne hier bereits vorzubereiten. Royal Dutch Shell unternimmt schon heute in diesem Sinne ernsthafte Schritte, um sich selbst neu aufzustellen. Langfristig möchte der bisherige Öl- und Erdgasmulti zum größten globalen Elektrizitätsproduzenten aufsteigen, was die Abhängigkeit von den klassischen, fossilen Brennstoffen entsprechend verringern könnte.

Langfristig existieren daher durchaus Tendenzen, wonach der Ölpreis künftig eine immer weniger wichtige Bedeutung für die Ölkonzerne, die sich im Wandel befinden, haben könnte. Definitiv eine spannende Entwicklung.

Eigentlich alles in Ordnung … oder?

Wie wir daher letztlich sehen können, scheinen die Ölpreise kaum Auswirkungen zu haben. Weder kurzfristig noch mittelfristig, noch langfristig, um das an dieser Stelle noch einmal zu betonen. Zumindest, sofern die Ölpreise nicht doch noch sehr rapide fallen, besteht daher eigentlich kaum ein Grund zur Besorgnis.

Dennoch könnte es sich anbieten zu überlegen, was welche Ölnotierungen generell für die jeweiligen Dividendenperlen bedeuten dürften. Daher sind weitere Updates meinerseits von Zeit zu Zeit natürlich nicht ausgeschlossen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell (B-Aktien). The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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