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Coca-Cola macht künftig auch Kaffee: Angriff auf Nestlé und Co.?

Kaffee
Foto: Getty Images

Die Aktie von Nestlé (WKN: A0Q4DC) gilt definitiv als eine eher gemächliche, wenngleich auch quasi beständig steigende Aktie, die ihre Investoren zudem mit einer spannenden und inzwischen beinahe adeligen Dividende verwöhnt. Ein Blick auf den Chart genügt, um die bisherigen defensiven Qualitäten dieser Aktie zu erkennen. Denn immerhin stieg das Papier der Schweizer in der Vergangenheit wie an der Schnur gezogen konsequent nach oben.

Ein Bereich, der für das weiterhin moderate Wachstum der vergangenen Jahre maßgeblich verantwortlich gewesen ist, war definitiv der Kaffee. Mithilfe der exklusiven Nespresso-Kapseln sowie spannender Übernahmen wie beispielsweise dem Retail-Geschäft des bekannten Kaffeehauses Starbucks konnte sich Nestlé hier innerhalb der vergangenen Jahre ansprechend verstärken.

Doch nun könnte eine neue Lebensmittel- beziehungsweise Getränkegröße in den Kaffeebereich eindringen: Coca-Cola (WKN: 850663). Schauen wir mal, ob Nestlé sich vor diesem Schritt fürchten muss oder ob eine mehr oder minder friedliche Koexistenz möglich ist.

Das sind Coca-Colas Pläne

Wie der Produzent der zuckrigen gleichnamigen Limonaden unlängst verkündete, plane man nun also ebenfalls, mithilfe des Kaffees weiter zu wachsen. So sei beispielsweise eine neue Variante von Coca-Cola mit Kaffee geplant, die bislang noch keinen offiziellen Namen trägt. Schmecken soll dieses Getränk übrigens wie ein Kaffee-Zuckerl. Klingt zunächst durchaus interessant.

Bis zum Ende des aktuellen Jahres soll dieses Produkt bereits in 25 verschiedenen Staaten vertreten und insgesamt ein weiterer Schritt sein, um sich auf die sich wandelnden Konsumbedürfnisse innerhalb der Getränkeindustrie einzustellen.

Eigentlich handelt es sich hierbei um keinen sonderlich neuen Schritt. Vor einigen Jahren hat Coca-Cola nämlich bereits mit Kaffee herumexperimentiert und ein Produkt namens Coca-Cola plus Coffee herausgebracht, das jedoch nicht sonderlich erfolgreich gewesen ist. Allerdings könnte nun die Zeit reif sein, so die Verantwortlichen hinter dem Produkt, dass sich die Konsumenten mit einem solchen Produkt anfreunden könnten.

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Zudem scheint der Limonadenhersteller auch an anderer Front in das Geschäft mit der heißen, schwarzen Brühe einsteigen zu wollen. So ist wohl geplant, die europäische Café-Kette Costa Coffee zu übernehmen, was eine weitere wichtige Säule dieser Ambitionen werden könnte. Durchaus zwei spannende Vorhaben, wenn du mich fragst.

Gleicher Markt, verschiedene Produkte

Bleibt nun natürlich noch die spannende Frage, ob Coca-Cola hiermit in Konkurrenz zu Nestlé treten könnte, oder ob die Pläne eher parallel verlaufen, ohne dass sich die beiden Lebensmittelriesen in die Quere kommen.

Wenn du mich fragst, könnte bei den bisherigen Plänen die Chance relativ groß sein, dass letzteres Szenario zumindest für den Anfang das wahrscheinlichere sein dürfte. Coca-Cola plant schließlich zunächst, ein Erfrischungsgetränk, also eine Variante seiner bisherigen Coca-Cola, auf den Markt zu bringen. Das dürfte sich kaum mit dem bisherigen Retail-Geschäft oder den klassischen Kapseln für zu Hause beißen, bei denen Nestlé gegenwärtig prominent vertreten ist.

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Auch das mögliche Übernahmeziel Costa Coffe dürfte eher auf den Markt der Gastronomie abzielen. Ein Bereich, in dem Nestlé mit seinen Produkten kaum bis gar nicht vertreten ist. Hier sollte sich eher Starbucks warm anziehen. Wobei diese Fragestellung ebenfalls einer etwas fundierteren Erörterung bedürfte.

Kein Lebensmittelkrieg voraus. Für den Moment

Für’s Erste scheinen sich die beiden Lebensmittelriesen daher bei ihren Plänen nicht in die Quere zu kommen. Wobei das natürlich lediglich eine Momentaufnahme sein könnte.

Langfristig könnte Coca-Cola, sofern die ersten Ambitionen glücken, natürlich ebenfalls versuchen, in diesem spannenden und wachsenden Markt in weitere Vermarktungsformen des Kaffees einzudringen, was natürlich durchaus zu Kreuzungen der Geschäftsmodelle führen könnte.

Möglicherweise könnte es sich daher anbieten, die weiteren Entwicklungen dieser spannenden Ankündigung im Auge zu behalten. Denn über kurz oder lang könnten sie vielleicht doch noch für Nestlé zu neuer Konkurrenz führen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Starbucks. The Motley Fool empfiehlt Nestle.

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