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3 deutsche Aktien mit einem sehr günstigen KGV, die ein Kauf wert sein könnten

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Foto: Getty Images

Als Investor muss man immer darauf achten, dass man nicht zu viel für eine Aktie bezahlt, denn ein zu hoher Preis kann am Ende schließlich einiges an Rendite kosten. Es gilt die Devise: Im Einkauf liegt der Gewinn.

Ein einfaches Prüfkriterium für eine günstige Aktie ist dabei das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Bei dieser Kennzahl wird der Aktienkurs in Relation zum Gewinn je Aktie gestellt. Je geringer der Ergebniswert ist, desto günstiger erscheint die Aktie.

Drei Aktien, die aktuell mit einem sehr günstigen KGV gehandelt werden, möchte ich heute vorstellen. Dabei handelt es sich um den Polymer-Hersteller Covestro (WKN:606214), den Automobilzulieferer Continental (WKN:543900) sowie den Wohnungskonzern Vonovia (WKN:A1ML7J). Lass uns diese Aktien nun mal genauer anschauen.

Covestro

Die Covestro aus Leverkusen gehört zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Für das Geschäftsjahr 2018 wurde ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 9,46 Euro ausgewiesen. Auch im Vorjahr 2017 wurde ein hohes unverwässertes Ergebnis von 9,93 Euro erreicht.

Gemessen am aktuellen Kurs von 53,02 Euro (Stand: 5.4.2019) errechnet sich ein KGV von lediglich 5,6.

Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr rechtfertigen indes das einstellige KGV. So plant der Vorstand, einen Free Operating Cashflow für das Jahr 2019 zwischen 300 und 700 Mio. Euro zu erreichen – im Geschäftsjahr 2018 wurde hier ein Wert von 1,8 Mrd. Euro erzielt.

Continental

Der bei Endverbrauchern für seine Autoreifen bekannte Konzern Continental hat im Geschäftsjahr 2018 ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 14,49 Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr 2017 belief sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie mit 14,92 Euro auf ähnlich hohem Niveau.

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Bei dem aktuellen Aktienkurs von 150,22 Euro (Stand: 5.4.2019) ergibt sich ein KGV auf 2018er-Basis von 10,4.

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2019 erwartet der Vorstand, einen Umsatz in einer Spanne von rund 45 bis 47 Mrd. Euro zu erreichen. Die bereinigte EBIT-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) soll sich dabei zwischen 8 und 9 Prozent einpendeln. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Umsatz von 44,4 Mrd. Euro erzielt bei einer bereinigten EBIT-Marge von 9,3 %.

Vonovia

Die Vonovia ist ein führendes privates Wohnungsunternehmen, dessen Aktie zu den Spitzen-Performern des DAX der letzten Jahre gehörte. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird für das Geschäftsjahr 2018 mit 4,48 Euro ausgewiesen. Der Wert belief sich im Jahr 2017 auf 5,06 Euro.

Mit den Ergebniswerten aus dem Jahr 2018 lässt sich bei dem aktuellen Aktienkurs von 45,93 Euro (Stand: 5.4.2019) ein KGV von 10,3 ausrechnen.

Für Immobiliengesellschaften sind aber noch zwei weitere Kennzahlen von Bedeutung – der Net-Asset-Value (NAV) sowie die Funds from Operations (FFO).

Der NAV-Wert sagt etwas über den Wert des Immobilienvermögens aus, die FFO-Kennzahl hingegen bereinigt die Ergebnisse um nicht zahlungswirksame Vorgänge und Veräußerungsgewinne.

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Die Vonovia publizierte für das Geschäftsjahr 2018 ein adjusted NAV pro Aktie, also eine bereinigte Variante der Kennzahl, von 44,90 Euro. Der FFO-Wert pro Aktie wird mit 2,18 Euro angegeben. Dabei handelt es sich um den Wert für die Unternehmensgruppe (Group-FFO).

Wie geht es jetzt weiter? Nun, der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresergebnis auf dem Niveau des Vorjahres 2018, sofern keine Sondereffekte auftreten. Weiter soll die bisherige Ausschüttungspolitik fortgesetzt werden (70 % des Group-FFO sollen für die Ausschüttung bestimmt sein).

Fazit

Die Aktien der Unternehmen Covestro, Continental und Vonovia verfügen über ein aktuell günstiges KGV. Jede Aktie hat dabei ihre eigene Charakteristik.

Bei der Covestro wird bereits jetzt mit einem deutlichen Ergebnisrückgang auf Basis des Free Operating Cashflow gerechnet. Das KGV von 5,6 spiegelt diese Erwartung gut wider.

Die Aktien der Continental und Vonovia prognostizieren relativ stabile Ergebnisse, wobei die Continental hier etwas zyklischer ist. Auch wurde bei dem Automobilzulieferer ein Rückgang bei der EBIT-Marge bereits prognostiziert.

Die Vonovia hingegen verfügt über einen starken Cashflow, mit dem auch in rezessiven Phasen gerechnet werden kann. Gemessen an den FFO- und den NAV-Werten erscheint die Aktie aber nicht mehr so günstig wie in der KGV-Darstellung.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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