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Wirecard-Aktie nach Untersuchung: Darum bleibt der Bericht geheim!

Debit- und Kreditkarten
Foto: Getty Images

Es war definitiv die Meldung der Woche, als Wirecard (WKN: 747206) die Ergebnisse des Abschlussberichts der Compliance-Kanzlei von Rajah & Tann vorgestellt hat. Die Aktie stieg in der Folge um 25 %, das Management sah sich bestätigt und viele Investoren dürften derzeit definitiv froh darüber sein, dass die Causa Wirecard nun so glimpflich ausgegangen ist.

Wie allerdings nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des Berichts bekannt geworden ist, wird der Abschlussbericht der Untersuchungen in seiner ganzen Pracht letztlich geheim bleiben. Wieso? Gute Frage. Lass uns dieses Kuriosum an der Stelle mal aus einer Foolishen Perspektive heraus etwas näher beleuchten.

Darum wird der Bericht nicht veröffentlicht

Wie Wirecard-CEO Braun nun bekannt gegeben hat, haben bereits die Ergebnisse des Abschlussberichts im Endeffekt deutlich gemacht, dass es vonseiten des Unternehmens kein größeres Fehlverhalten gegeben habe. Die zusammenfassenden Ergebnisse seien zudem nicht geschönt worden, was beispielsweise auch eine Bestätigung zeige, die die mit der Untersuchung beauftragte Kanzlei Rajah & Tann zur Veröffentlichung der Ergebnisse abgegeben habe. Zumindest habe man seitens der Kanzlei keinen Anlass gesehen, eine weitere Stellungnahme den offiziellen Unternehmensmitteilungen hinzuzufügen.

Entsprechend scheint das Wirecard-Management ebenfalls keinen Anlass zu sehen, das komplette Werk des Abschlussberichts zu veröffentlichen. Ferner sei für Braun der Fall mit diesem Bericht nun erledigt. Es sei alles auf dem Tisch und der Markt habe nun „volle Transparenz“, so der Wirecard-Chef wörtlich, der, nur um das noch einmal zu betonen, quasi im gleichen Atemzug ankündigte, den gesamten Bericht nicht veröffentlichen zu wollen. Aber sei’s drum.

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Man wolle nun wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren, wie Markus Braun inzwischen sogar ebenfalls twitterte. Eine Entwicklung, die man als Investor wohl mit ein wenig Stirnrunzeln hinzunehmen hat.

Das könnte ein möglicher Grund für die Geheimnistuerei sein

Viele Investoren dürften sich nun natürlich fragen, was es denn genau mit der Geheimniskrämerei auf sich hat. Und gewiss dürften bei einigen inzwischen leidgeplagten und dadurch möglicherweise vorsichtigeren Anlegern so einige rote Lampen angesichts der nicht ganz so transparenten Vorgehensweise angehen. Allerdings denke ich, dass es hierfür eigentlich keinen wesentlichen Anlass geben dürfte.

Meine Vermutung ist letztlich, dass das Wirecard-Management weder den bisherigen Kritikern noch neuen Analysten oder Skeptikern eine weitere Angriffsfläche bieten möchte. Vor allem die bisherigen Kritiker dürften durchaus ein großes Interesse daran haben, diesen Abschlussbericht nun einmal dezidiert auseinanderzunehmen sowie möglicherweise weitere, kleinere Fragezeichen oder vermeintliche Unklarheiten aufzugreifen und medial auszuschlachten. Eine Entwicklung, die mit Sicherheit weder das Wirecard-Management noch die Investoren haben möchten.

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Es könnte natürlich auch sein, dass das Wirecard-Management ganz aktiv an dieser Stelle etwas verheimlichen möchte. Allerdings sollten Investoren zumindest in meinen Augen dem Management vertrauen, das, wie auch das Fazit dieses Berichts letztlich gezeigt hat, alle Vorwürfe entkräften konnte und sich weiterhin nichts hat zuschulden kommen lassen.

Hinnehmen, fertig!

Vielleicht sollten die Investoren daher an dieser Stelle dazu übergehen, diese Kuriosität einfach hinzunehmen. Das Wirecard-Management wird mit Sicherheit seine Gründe dafür haben, dass der Abschlussbericht nicht vollumfänglich veröffentlicht wird. Ob es hierbei darum geht, keine weitere Angriffsfläche zu bieten, oder ob es andere Gründe gibt, dürfte im Endeffekt nebensächlich sein.

Fakt ist für den Moment jedenfalls, dass sich weder im Singapur-Geschäft noch im Top-Management des innovativen Zahlungsdienstleisters ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten offenbart hat. Und das dürfte gegenwärtig die wichtigste und maßgeblichste Entwicklung sein, die Investoren auf dem Schirm haben sollten.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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