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Marihuana-Aktien brechen ein – was man jetzt tun sollte

Foto: Getty Images.

Marihuana-Aktien waren sehr erfolgreich bis zur Öffnung des kanadischen Marktes für Freizeit-Marihuana letzte Woche. Jedoch brechen die Pot-Aktien seit diesem Zeitpunkt ein. Jetzt könnte man sich fragen, was als Nächstes für diese aufstrebende Branche kommt. Es gibt wenig Zweifel, dass der Marihuana-Markt einen erheblichen Umschwung erfährt, dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass es sich lohnt, jede Marihuana-Aktie im Portfolio zu haben.

Die richtige Perspektive

Es ist verlockend, auf kurzfristige Bewegungen bei Aktien zu reagieren, aber es ist normalerweise am besten, proaktiv zu sein. Anstatt auf dem Markt nach Lust und Laune zu kaufen und zu verkaufen, meistern kluge Investoren solche schwierigen Zeiten, indem sie diszipliniert und objektiv bleiben.

Zugegeben, das ist leichter gesagt als getan. Wir sind darauf programmiert, Gefahren zu vermeiden, und wie ich bereits geschrieben habe, spielt es keine Rolle, ob diese Gefahr in Form eines hungrigen Tigers oder einer sinkenden Portfoliobilanz besteht.

Wenn du Schwierigkeiten damit hast, den Marihuana-Markt nüchtern zu betrachten, hier sind einige Dinge, an die du denken solltest:

  • Kanadas Freizeit-Marihuana-Umsätze könnten 2019 4 Mrd. kanadische Dollar übersteigen, was sechsmal mehr ist als 2017.
  • Der US-Marihuana-Markt ist 50 Mrd. US-Dollar wert.
  • Der globale Marihuana-Markt hat ein Volumen von 150 Mrd. US-Dollar.
  • Constellation Brands (WKN:871918) schätzt, dass die Verkäufe vom legalem Marihuana in 15 Jahren mehr als 200 Mrd. US-Dollar betragen werden.

Es lässt sich nicht bestreiten, das Potenzial ist real, und da die größten Marihuana-Aktien sich erst im Anfangsstadium befinden, könnten sie noch von einem wachsenden Trend zur Legalisierung zu profitieren.

Was man jetzt tun sollte

Wenn du bereits Marihuana-Aktien besitzt, dann ist es an der Zeit, dein Portfolio zu überprüfen und zu überlegen, ob du die besten Marihuana-Aktien besitzt.

Überprüfe die Gründe, warum du die Aktien in deinem Portfolio besitzt. Wenn die Gründe nicht mehr zutreffen oder die Wachstumstreiber, die du erwartet hast, vorbei sind oder sich geändert haben, überprüfe die neuesten Einreichungen des Unternehmens bei den Aufsichtsbehörden, um sicherzustellen, dass du die Strategie, die Finanzen, die Chancen und Risiken jedes Unternehmens verstehst.

Es ist auch ein guter Zeitpunkt, um zu überlegen, wie stark gewichtet die Marihuana-Aktien in deinem Portfolio sind und ob du mit Marge investiert hast. Marihuana-Aktien könnten einen viel größeren Teil deines Portfolios ausmachen, als ursprünglich beabsichtigt, nachdem sie eine gute Rallye in den letzten Monaten hatten. Wenn dies der Fall ist, dann könnte dein Portfolio zu riskant sein, insbesondere wenn du mit Marge investierst, was es dir ermöglicht, dir Geld von deinem Broker zu leihen, um Aktien zu kaufen. Obwohl das zu höheren Gewinnen führen kann, kann das auch dazu führen, dass dein Kontowert in schlechten Zeiten schnell fällt.

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Zum Beispiel wird ein 50.000 US-Dollar-Investmentkonto, das 100.000 US-Dollar in Aktien hat, wegen der Marge 20 % im Wert steigen, wenn die Kurse um 10 % steigen. Jedoch führt ein 10-prozentiger Rückgang zu einem 20-prozentigen Verlust. Da die Marge in der Regel in einem Verhältnis von 2:1 mal dem Wert des Kontostandes ausgegeben wird, könntest du gezwungen sein, Aktien mit Verlust zu verkaufen.

Sind Marihuana-Aktien teuer?

Die alte Wall Street-Maxime, „kaufe bei Gerüchten, verkaufe bei Tatsachen“ scheint jetzt auf Marihuana-Aktien zu zu treffen. Aktien von Cannabis-Unternehmen haben sich vor Kanadas Marktöffnung gut entwickelt, und jetzt gibt es keinen klaren Wachstumstreiber. der die nächste Marihuana-Aktienrallye auslösen könnte.

Abgesehen von einem wichtigen Ereignis, wie der Legalisierung von Marihuana in den USA, ist es wahrscheinlich, dass die Ansichten über die Bewertung der Branche eine wichtigere Rolle dabei spielen werden, ob sich Marihuana-Aktien erholen oder nicht.

Leider sind die meisten Marihuana-Aktien teuer, wenn man die traditionellen Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis, Kurs-Gewinn-Verhältnis oder Kurs-Umsatz-Verhältnis ansieht. Zum Beispiel Tilray (WKN:A2JQSCY) ist eine der erfolgreichsten Marihuana-Aktien in diesem Jahr, und selbst nach den jüngsten Kursverlusten hat sie immer noch ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 233, sie hat noch kein Kurs-Gewinn-Verhältnis und ein KUV von 363. Diese Kennzahlen sind unglaublich hoch, auch wenn man sie mit denen der Konkurrenz vergleicht.

Ein gutes Argument ist, dass traditionelle Bewertungskennzahlen die Möglichkeiten von diesen Unternehmen jedoch nicht angemessen bewerten. Das liegt daran, dass diese Kennzahlen auf den Ergebnissen der Vergangenheit basieren und nicht auf prognostizierten Zahlen. Wenn die Schätzungen für den Freizeit-Marihuana-Markt in Kanada nur annähernd zutreffen, dann werden diese Aktien in Zukunft dramatische Steigerungen bei Umsatz, Gewinn und Buchwert verzeichnen, die ihre aktuelle Bewertung rechtfertigen könnten. Es könnte jedoch Jahre dauern, bis das passiert.

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Was kommt als Nächstes?

Wenn du dich fragst, was dazu führen könnte, dass Marihuana-Aktien wieder steigen, hier sind ein paar Möglichkeiten:

  • Die Wahlen im November in Michigan und North Dakota könnten dazu führen, dass die Gesetze zur Legalisierung von Freizeit-Marihuana verabschiedet werden.
  • Kanadische Regulierungsbehörden können den Verkauf von gewinnorientierten Mehrwertprodukten wie Lebensmitteln, Dampfprodukten und Konzentraten genehmigen.
  • Ein großes Getränkeunternehmen könnte eine Partnerschaft mit einem Cannabis-Unternehmen eingehen, um Marihuana-infundierte Getränke zu entwickeln.

Man kann nur raten, was die Wähler in Michigan und North Dakota tun werden. Eine Umfrage der Michigan State University ergab jedoch kürzlich, dass 61 % der Wähler eine Legalisierung befürworten. Die Sache sieht eher unentschieden in North Dakota, wo nur 38 % der Einwohner des Staates eine Legalisierung befürworten, laut einer Umfrage des Bismarck Tribune.

Es ist wahrscheinlich, dass Kanada den Verkauf von Konsumgütern, die Cannabis enthalten, wie z. B. Getränke, genehmigen wird, aber das wird nicht vor 2019 erwartet.

Ebenso besteht eine gute Chance, dass Getränke- und andere Konsumgüterunternehmen Partnerschaften mit Cannabis-Unternehmen eingehen werden, aber die Investoren sollten keine Aktien kaufen, nur weil es Gerüchte über Fusionen und Übernahmen gibt, da keine Klarheit besteht, ob und wann solche Geschäfte abgeschlossen werden.

Insgesamt entwickelt sich der Marihuana-Markt weiter und es gibt eine beträchtliche Chance für Cannabis-Unternehmen, Gewinne zu erzielen. Das ist jedoch eine langfristige Marktchance, und die Investoren, die das Risiko nicht sorgfältig abwägen, könnten erhebliche Verluste erleiden. Daher eignen sich Marihuana-Aktien wohl eher für risikotolerante Anleger. Diese Aktien sollten nur einen kleinen Teil deines Kontos ausmachen und nicht auf Marge gekauft werden.

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Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 23.10.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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