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Das Samsung Galaxy S9 ist ein Flop

Foto: The Motley Fool.

Anfang des Jahres kündigte Samsung (WKN:881823) die neuesten Modelle der Galaxy-S-Serie an: das Galaxy S9 und das Galaxy S9 Plus.

Die Geräte wurden von vielen in der Fachpresse positiv bewertet. Tom’s Guide nannte sie „die Android-Handys, die es zu schlagen gilt“, und The Verge lobte die Telefone für ihr „atemberaubendes Design, schnelle Leistung, großartigen Bildschirm und sehr gute Kamera“.

Obwohl Samsung objektiv gesehen zwei gute Smartphones entwickelt zu haben scheint, sieht es so aus, als hätten sie sich nicht annähernd so gut verkauft, wie das Unternehmen gehofft hatte. Das scheinen die ersten Bestellungen anzudeuten.

Schwache Galaxy-S9-Verkäufe

Laut einem vom The Wall Street Journal zitierten Analysten, Lee Seung-woo von Eugene Investment and Securities, wird Samsung im Kalenderjahr 2018 nur 31 Millionen seiner Galaxy S9 und S9 Plus Smartphones ausliefern.

„Das würde einen dramatischen Rückgang gegenüber vor nur zwei Jahren markieren, als das Galaxy S7 mit rund 50 Mio. Stück das meistverkaufte Telefon von Samsung war“, berichtete das Wall Street Journal.

Obwohl der Verkauf von 31 Mio. hochpreisigen Smartphones in einem Zeitraum von etwa neun Monaten für Samsungs Mobilfunkgeschäft kaum ein Todesurteil ist, ist es doch ein negativer Aspekt, auf den die Anleger wahrscheinlich achten sollten.

Warum?

Um herauszufinden, warum das Galaxy S9 derart hinter den Vorgängermodellen zurückbleibt, müssen wir einige Annahmen anstellen. Es könnte verschiedene Gründe geben.

Der Markt für Ultra-Premium-Smartphones auf Android-Basis könnte schlichtweg rückläufig sein, zumal High-End- und Midrange-Smartphones immer funktionsreicher werden. Samsung selbst bietet solche Geräte in seinem breiten Sortiment an Smartphones an.

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Darüber hinaus verschärft sich der Wettbewerb innerhalb des Premium-Smartphone-Marktes weiter, insbesondere durch die in China ansässigen Smartphone-Hersteller. Daher könnte nicht nur der Premiumanteil des Marktes schrumpfen, sondern auch der Wettbewerb um das kleinere Gesamtgeschäft härter werden.

Darüber hinaus machte das iPhone X von Apple (WKN:865985) Probleme, da es in puncto Ästhetik wohl wettbewerbsfähiger war als jene iPhones, mit denen das Galaxy S7 und S8 konkurrieren mussten.

Schließlich habe ich noch eine Beschwerde gelesen, dass die Geräte der Galaxy-S9-Serie im Vergleich zu den Vorgängern einfach nur kleinere Upgrades boten und keine radikalen Neudesigns. Auch das könnte ein Faktor sein.

Der größere Geschäftskontext

Samsungs Vorzeigemodelle erhalten von den Verbrauchern und den Nachrichtenmedien viel Aufmerksamkeit, doch es gibt zwei Tatsachen, die die Investoren beachten sollten.

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Erstens hängt Samsungs Mobilfongeschäft nicht ausschließlich vom Verkauf dieser Smartphones ab. Die meisten der mehr als 300 Mio. Smartphones, die Samsung pro Jahr ausliefert, sind nicht nur Smartphones der Galaxy-S-Serie, sondern auch High-End-Telefone, Midrange-Telefone und sogar Low-End-Geräte. Samsung verkauft auch immer noch Feature-Phones.

Zweitens: Samsung Electronics, wovon Samsung Mobile nur ein Geschäftsbereich ist, generiert die meisten der heutigen Gewinne des Unternehmens aus dem Verkauf von Chips — insbesondere Speicherchips.

Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete Samsung einen Betriebsgewinn von rund 47 Mrd. US-Dollar, wovon fast 66 % auf das Speichergeschäft entfielen. Mehr als 75 % des Betriebsergebnisses stammen aus dem gesamten Chip-Geschäft, das neben der Sparte Speicher auch andere Bereiche wie Bildsensorik und Chip-Auftragsfertigung umfasst.

Das Mobilfunkgeschäft machte, obwohl es den zweitgrößten Beitrag zum Betriebsergebnis leistet, nur 22 % des Betriebsergebnisses aus.

Aus Sicht der Samsung-Aktie ist die Galaxy-S9-Serie also nicht unbedingt ein Grund, die Aktien zu verkaufen. Man muss immer mehrere Faktoren bedenken, bevor man eine Investitionsentscheidung trifft.

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Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 19.07.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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