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Value-Investoren aufgepasst: Diese DAX-Aktien gibt’s unter Buchwert

Geschäftsmann mit Lupe untersucht Papier Bericht
Foto: Getty Images

Value-Investoren sind ständig auf der Suche nach Aktien, die unter ihrem intrinsischen beziehungsweise bilanziellen Wert gehandelt werden. In Analogie zu dieser Vorgehensweise ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis eine wichtige Kennzahl, die Investoren hier beachten.

Um allen angehenden Value-Investoren einen kleinen Überblick über so manche Indices zu bieten, habe ich heute bereits drei DAX-Aktien herausgepickt, die gegenwärtig unter Buchwert gehandelt werden. Mal sehen, wo hier Chancen lauern beziehungsweise wo sich eine Value-Falle verbergen könnte:

1) Deutsche Bank

Anfangen wollen wir in dieser Übersicht mit der Aktie der Deutschen Bank (WKN: 514000). Bei einem 2017er Buchwert je Aktie in Höhe von 32,83 Euro und einem momentanen Aktienkurs von 11,63 Euro (11.05.2018, maßgeblich für alle Kurse) kommen wir hier auf ein KBV von gerade einmal 0,35. Damit wird die Aktie der Deutschen Bank gegenwärtig weit unter ihrem bilanziellen Wert gehandelt. Aber lauert hier auch eine Chance für alle wertorientierten Anleger?

Natürlich gibt es zu jeder Aktie immer zwei Sichtweisen. Wenn du mich fragst, sollten Investoren bei dem Geldhaus jedoch Vorsicht walten lassen. Denn innerhalb der letzten Jahre waren hier Prozesse, Krisen, umstrittene Mitarbeiter-Boni und Wechsel in der Führungsetage an der Tagesordnung. Der Grund für die niedrige Bewertung und der eingepreiste hohe Pessimismus ist daher schnell gefunden.

Ich persönlich würde daher zunächst abwarten, bis sich operativ eine Wende abzeichnet. Günstig bewertet könnte manchmal nämlich einfach nicht günstig genug sein.

2) Commerzbank

Auch das zweite deutsche Geldhaus im DAX ist aus Sicht des Kurs-Buchwert-Verhältnisses günstig bewertet. Einem Kurs von 10,79 Euro steht hier ein Buchwert je Aktie in Höhe von 23,06 Euro gegenüber. Das entspricht einem KBV von gerade einmal 0,47.

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Die Commerzbank (WKN: CBK100) hatte es dabei, ähnlich wie die Deutsche Bank, nicht gerade leicht. Operativ macht der Bank natürlich das schwierige, von niedrigen Zinsen geprägte Marktumfeld deutlich zu schaffen. Ein Blick auf den Chart genügt, um das Ausmaß der Katastrophe seit der letzten Finanzkrise nachvollziehen zu können.

Doch leistet sich die Commerzbank zumindest in der Öffentlichkeit nicht ganz so viele Querelen wie die Deutsche Bank, sondern ist fortwährend bemüht unter anderem mithilfe von Digitalisierungen den eingeschlagenen Einsparkurs voranzutreiben. Ob das reicht, sollte jedoch jeder Value-Investor für sich entscheiden.

3) Münchener Rück

Ganz knapp schafft es auch die Münchener Rück (WKN: 843002) in die Reihe derjenigen Unternehmen, die gegenwärtig unter ihrem Buchwert gehandelt werden. Hier steht dem gegenwärtigen Kurs von 191,85 Euro nämlich ein Buchwert von 195,69 Euro gegenüber, wodurch das KBV hier 0,98 beträgt. Wie gesagt, knapp, aber es passt so gerade noch.

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Die Münchener Rück hatte vor allem im Herbst des letzten Jahres mit schweren Unwettern zu kämpfen, die im Grunde genommen ausreichten, um das ganze Geschäftsjahr zu verhageln. Langfristig könnten diese allerdings eine preisbereinigende Wirkung haben, wodurch das Rückversicherungsgeschäft wieder angekurbelt werden könnte. Womöglich ist das daher nicht die schlechteste Ausgangslage, die man als Value-Investor durchaus vertieft analysieren könnte.

Nebenbei winken bei der Münchener Rück übrigens auch sehr verlässliche und historisch gesehen lange konstant gehaltene Dividenden. Seit 1969 wurde hier die Dividende nicht mehr gekürzt, wodurch der Rückversicherer aus München zu den beliebteren Dividendenaktien im DAX gehört. Die Aktie könnte daher auch für alle Value-Investoren mit einer Neigung zu Dividendenaktien interessant sein.

Alle haben ihre Probleme, aber…

Wie wir daher sehen können, haben zwar alle drei unter Buchwert gehandelten Aktien so ihre Probleme, aber bei einigen könnten diese von kürzerer Dauer sein, als gegenwärtig im Markt eingepreist ist. Und genau diese Gelegenheiten gilt es nun zu identifizieren und zu nutzen.

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Vincent besitzt Aktien der Commerzbank und Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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