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Was ist zu beachten, wenn NVIDIA die Ergebnisse des ersten Quartals meldet?

Foto: The Motley Fool

NVIDIA (WKN:918422) sollte höchstwahrscheinlich in der Woche vom 7. Mai, über die Ergebnisse des ersten Quartals 2019 berichten. Ein genaues Datum steht noch nicht fest.

Der Spezialist für Grafikprozessoren (GPUs) hat gerade einen Lauf, die Erwartungen der Investoren sind hoch. Mit einem Anstieg des Umsatzes und des bereinigten Ergebnisses je Aktie um 41 % bzw. 88 % im Geschäftsjahr 2018 geht ein weiteres großartiges Jahr zu Ende. Vor einigen Wochen fand die GPU Technology Conference (GTC) 2018 statt, auf der neue Produkte und Partnerschaften angekündigt wurden.

Die NVIDIA-Aktie hat über den Zeitraum von einem Jahr bis zum 18. April 139 % geschafft und damit die 17,6 % des S&P 500 deutlich hinter sich gelassen. Die Aktien, die am 18. April bei 236,40 US-Dollar schlossen, liegen fast 6 % unter ihrem Allzeithoch von 250,48 US-Dollar am 16. März.

Die wichtigsten Zahlen

Hier sind die Ergebnisse der Vorjahresperiode und die Schätzungen der Wall Street zum jetzigen Zeitpunkt als Richtwerte:

KennzahlErgebnis Q1 2018Q1 2018 Wall Street KonsensschätzungWall Street erwartetes Wachstum
Umsatz 1,94 Mrd.USD2,89 Mrd. USD49 %
Bereinigtes Ergebnis je Aktie0,79 USD1,45 USD84 %

DATENQUELLEN: NVIDIA UND YAHOO! FINANCE.

Die Analysten prognostizieren ein starkes Wachstum, obwohl die bereinigte Wachstumsschätzung beim Gewinn pro Aktie keinen guten Vergleich darstellt, da NVIDIA von der jüngsten Steuerreform in den USA profitieren dürfte. Die Anleger können wahrscheinlich einen weiteren Anstieg des Gewinns erwarten. NVIDIA hat sich konsequent an den Erwartungen der Wall Street orientiert, und es gibt keinen Grund zu glauben, dass diese Dynamik nicht anhalten wird.

Gaming: Achte auf E-Sports und hochwertige Spiele als Wachstumstreiber

Die Investoren sollten mit einem stärkeren Wachstum in der Sparte Gaming, der größten der vier Zielmarktplattformen von NVIDIA, rechnen. Im letzten Quartal und im Geschäftsjahr 2018 stieg der Umsatz in der Sparte Gaming um 29 % bzw. 36 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,74 Mrd. US-Dollar bzw. 5,51 Mrd. US-Dollar. Somit machte dieses Geschäft im vergangenen Geschäftsjahr fast 57 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens von 9,71 Milliarden US-Dollar aus.

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Die Gaming-Plattform profitiert sowohl von einer wachsenden Zahl von Gamern als auch von bestehenden Kunden, die zunehmend höherwertige GeForce-Grafikkarten kaufen. Wichtige Wachstumstreiber hinter beiden Dynamiken waren E-Sports und höherwertige Grafikkarten für Computerspiele. Im vergangenen Jahr sorgte der rasante Anstieg der Kryptowährungskurse auch für Auftrieb, da einige Leute die GeForce-Karten von NVIDIA für den „Abbau“ bestimmter digitaler Währungen, insbesondere von Ethereum, gekauft haben, anstatt die speziellen Boards des Unternehmens für das Mining zu kaufen. Der Einbruch der Krypto-Preise in diesem Jahr bedeutet, dass sich die Nachfrage nach NVIDIAs Grafikprozessoren für das Mining abkühlen sollte.

Die Investoren sollten weiterhin ein solides Wachstum im Bereich Rechenzentren, der nach Umsatz zweitgrößten Marktplattform von NVIDIA, erwarten. Im letzten Quartal und im Geschäftsjahr 2018 stieg der Umsatz dieser Plattform gegenüber dem Vorjahr um 105 % bzw. 133 % auf 606 Millionen US-Dollar bzw. 1,93 Milliarden US-Dollar. Dieses Geschäft machte im letzten Quartal fast 21 % des Gesamtumsatzes von NVIDIA aus.

Das rasante Wachstum des Segements wird durch die starke Akzeptanz der NVIDIA Tesla V100 Grafikprozessoren auf Basis der Volta Architektur getrieben, die im zweiten Quartal des vergangenen Jahres mit der Auslieferung begann und im dritten und vierten Quartal weiter anstieg. Alle großen Serverhersteller und Cloud-Service-Provider haben sich für den V100 entschieden, um künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance-Computing möglich zu machen. NVIDIAs GPUs sind die Plattform der Wahl für das Training von Deep-Learning Netzwerken. (Deep Learning ist eine Kategorie von KI, die eine Maschine trainiert, um Rückschlüsse aus Daten zu ziehen, wie es Menschen tun.) Das Unternehmen hat auch auf dem Markt für Inferencing an Bedeutung gewonnen. (Beim Inferenzieren wird das im Training Gelernte auf neue Daten angewendet.) Die Sparte  profitiert auch vom soliden Wachstum im Bereich High Performance Computing (HPC).

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Automotive: Etwas Geduld bitte, denn die Weichen für ein überdurchschnittliches Wachstum werden gerade gestellt

Im letzten Quartal und im Geschäftsjahr 2018 stieg der Umsatz der Automotive-Plattform gegenüber dem Vorjahr um 3 % bzw. 15 %. Obwohl dieses Geschäft noch klein ist – es machte im vergangenen Jahr nur 5,7 % des Gesamtumsatzes von NVIDIA aus – hat das Unternehmen die Grundlage für ein potenziell massives Wachstum gelegt, sobald selbstfahrende Autos im ganzen Land legal werden, was nach Ansicht von CEO Jensen Huang und anderen Branchenkennern bereits 2021 der Fall sein könnte. Huang sagte auf der GTC, dass mehr als 370 Automobilhersteller, Lkw-Hersteller, Teile-Lieferanten, Technologie-Unternehmen und andere jetzt mit NVIDIA’s  DRIVE PX eine Plattform für selbstfahrende Autos entwickeln.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt NVIDIA.

Dieser Artikel wurde von Beth McKenna auf Englisch verfasst und am 19.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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