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Warum MercadoLibre im November um 14,5 % gefallen ist

Technologie-Aktien Crash
Foto: Getty Images

Was geschah

Die Aktien von MercadoLibre (WKN:A0MYNP) stiegen laut Angaben von S&P Global Market Intelligence im vergangenen Monat um fast 15 %. Die dominierende E-Commerce-Plattform in Lateinamerika lieferte solide Ergebnisse für das dritte Quartal, was dazu beitrug, die Befürchtungen zu zerstreuen, dass Amazon.com (WKN:906866) ihm das Geschäft kaputtmachen könnte.

Na und?

Die MercadoLibre-Aktie war im November unter Druck geraten, nachdem ein Bericht veröffentlicht worden war, laut dem sich der Online-Einzelhandels-Titan Amazon darauf vorbereitet hatte, seine Aktivitäten in Brasilien auszuweiten. Die Analysten warnten davor, dass der Einstieg von Amazon die Margen und das Brutto-Warenvolumen von MercadoLibre unter Druck setzen und letztendlich zu einem Verlust von Marktanteilen für den lateinamerikanischen E-Commerce-Giganten führen würde.

Die Ergebnisse des dritten Quartals von MercadoLibre trugen jedoch dazu bei, diese Bedenken zu zerstreuen. Die Einnahmen stiegen um mehr als 60 % auf 370,7 Millionen US-Dollar, was deutlich über den Erwartungen der Wall Street von 347,7 Millionen US-Dollar lag. Der Gewinn pro Aktie sank um 28 % auf 0,63 US-Dollar — hauptsächlich aufgrund der Investitionen des Unternehmens in die Erweiterung der kostenlosen Versandangebote — aber das übertraf ebenfalls die Schätzungen der Analysten. Am wichtigsten ist, dass MercadoLibre in allen wichtigen Kennzahlen, einschließlich der registrierten Benutzer (+21 % gegenüber dem Vorjahr), der verkauften Artikel (+56 %) und des Zahlungsverkehrs (+69 %), Stärke gezeigt hat.

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Und weiter?

Die Bedrohung durch Amazon sollte man sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Mit seiner Philosophie ist der Online-Einzelhandel bekannt dafür, neue Märkte zu stören — und dabei immensen Druck auf die Gewinne der etablierten Betreiber auszuüben.

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Dennoch ist E-Commerce eine riesige und schnell wachsende Branche. Zudem sind die Internet-Penetrationsraten in vielen Kernmärkten von MercadoLibre nach wie vor relativ niedrig. Tatsächlich nutzen nur etwa 60 % der mehr als 600 Millionen Menschen in Lateinamerika das Internet. Vergleichen wir das mal mit den 90-Prozent-Raten in Nordamerika, und du siehst, dass sich der E-Commerce in Lateinamerika noch am Anfang befindet. Dieses ist ein möglicherweise massiver Markt — einer, der wahrscheinlich groß genug für mehr als einen sein wird. So ist es möglich, dass in den kommenden Jahren Amazon und MercadoLibre hier erfolgreich sein können.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und MercadoLibre. 

Dieser Artikel wurde von Joe Tenebruso auf Englisch verfasst und am 11.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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