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Aurelius: Die Aktienrückkäufe werden geringer – eine Gefahr für die Kurserholung?

Foto: Getty Images

Wer zu Jahresbeginn Aktien der Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A) gekauft hat, sitzt heute noch immer auf Verlusten. Die Short-Attacke im Frühjahr wurde zwar mittlerweile überstanden, manch einer würde sogar sagen mit Bravour. Die schlechte Erinnerung an die unsicheren Tage und der heftige Kurssturz ist aber vermutlich bei zu vielen Anlegern noch präsent, als dass sie sich nun bereits in Scharen wieder an die Aktie herantrauen würden.

Das weiß auch das Management von Aurelius und nutzt die niedrigeren Kurse, um eigene Aktien im dreistelligen Millionenbereich zu erwerben, und stützt damit den Aktienkurs. In den letzten Wochen hat die Größenordnung der Aktienrückkäufe aber umfangreich abgenommen. Könnte sich das als Gefahr für die Kurserholung herausstellen?

So sehen die Zahlen aus

Aurelius hat schon seit langer Zeit auf Aktienrückkäufe zurückgegriffen, um seine Aktionäre indirekt an erfolgreichen Verkäufen seiner Beteiligungen teilhaben zu lassen. Dieses Jahr haben die Rückkäufe als Antwort auf die Short-Attacke aber eine neue Größenordnung erreicht.

Zu Beginn des Jahres und damit noch bevor er für Aurelius turbulent an der Börse wurde, kündigte man bereits ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 26 Mio. Euro an. Dann folgten im April, Juni, Juli und erst kürzlich weitere Aktienrückkaufprogramme in Höhe von jeweils bis zu 50, 10, 50 und 40 Mio. Euro. Das heißt, wenn es keine weiteren Programme geben wird, dass insgesamt Aktien im Wert von circa 176 Mio. Euro zurückgekauft werden. Im Vergleich zur aktuellen Marktkapitalisierung von circa 1,6 Mrd. Euro ist das eine ziemlich große Summe.

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Die Auswirkungen auf den Aktienkurs

Es kann also auf jeden Fall davon ausgegangen werden, dass die Aktienrückkaufprogramme eine stützende Wirkung auf den Aktienkurs haben. In der ersten Oktoberwoche beispielsweise hatten die Aktienrückkäufe eine Größenordnung von fast 9 % der Umsätze auf den Börsen Frankfurt und XETRA.

Die Rückkäufe haben aber in den letzten Wochen stark abgenommen:

WocheWert der durchschnittlichen Rückkäufe pro Tag, in Euro
25.09.–29.09.1.141.095
02.10.–06.10.1.150.184
09.10.–13.10.976.726
16.10.–20.10.796.772
23.10.–27.10.774.546

Quelle: auf DGAP veröffentlichte Kapitalmarktinformation, eigene Berechnungen

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Wie man sieht, wurden noch vor einem Monat täglich Rückkäufe im Wert von gut über einer Million Euro getätigt, die sich aber mittlerweile um 300.000 bis 400.000 Euro verringert haben. Wer einen Blick auf die Entwicklung des Rückkaufprogramms legt, sieht, dass der Aktienkurs über denselben Zeitraum ebenfalls wieder ein gutes Stück nachgegeben hat.

Das könnte Zufall sein, es ist aber sehr wahrscheinlich, dass zumindest ein Teil der Kursentwicklung auf die Verringerung des Rückkaufprogramms zurückzuführen ist. Das heißt, dass eine weitere Reduzierung ebenfalls die stützende Wirkung des Aktienrückkaufprogramms verringert.

Da Aurelius nur ein paar Prozentpunkte des täglichen Börsenhandels ausmacht, ist nicht wirklich ein Crash zu erwarten, nicht zuletzt da Aurelius zu aktuellen Kursen im nächsten Jahr eine fast zweistellige Dividendenrendite verspricht. Wer allerdings ungeduldig auf eine massive Kurserholung wartet, könnte durchaus noch bis zum nächsten Verkaufserfolg warten müssen.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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