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Warum das Ende der Austeritätspolitik eine Kaufgelegenheit darstellen könnte

Foto: The Motley Fool

In den letzten zehn Jahren ist die Wirtschaft durch eine Ära der Austerität gegangen. Die Staatshaushalte wurden flächendeckend gekürzt, weil die Länder versuchten, ihre Budgetdefizite abzubauen. In manchen Fällen war das erfolgreich, aber in manchen hat es auch dazu geführt, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamte und das Vertrauen der Investoren beschädigt wurde.

Jetzt scheint eine Post-Austeritätszeit anzubrechen. Die USA und die europäischen Länder versuchen, ihre Budgetdefizite durch Wachstum zu stopfen. Dies könnte dem Wirtschaftswachstum einen Schub verleihen und einen guten Zeitpunkt zum Kauf von Aktien darstellen.

Mentalitätswandel

Zu Beginn der Finanzkrise war die allgemeine Meinung in den entwickelten Ländern, dass die Staatsausgaben zurückgefahren werden müssen. In vielen Fällen ist dies außer Kontrolle geraten und viele Regierungen mussten sich mit massiven Defiziten herumschlagen, die zu den Staatsschulen hinzukamen. Das Ergebnis war der Beginn von Ausgabenkürzungen, die eine negative Auswirkung auf das allgemeine Wachstum hatten, da damit die aggregierte Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen sank.

Die Meinung scheint sich jedoch zu ändern. Viele Wähler in den entwickelten Ländern scheinen ein Ende der Ausgabenkürzungen zu wollen und höhere Ausgabenniveaus zu befürworten. Die Kürzungen sollen somit der Vergangenheit angehören. Dies kann in Wahlsiegen von Donald Trump erkannt werden, der eine massive Erhöhung der Staatsausgaben versprochen hat. Auch in den Wahlen in Europa ist dieser Wunsch zu erkennen.

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Wirtschaftlicher Ausblick

Genau wie eine Kürzung der Staatsausgaben zu einem Rückgang der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zur Folge hatte, könnte eine Erhöhung der Ausgaben zu einer steigenden aggregierten Nachfrage führen. Dies dürfte positive Auswirkungen auf die gesamte wirtschaftliche Aktivität haben und die Handelsbedingungen für zahlreiche Unternehmen verbessern. Infolge dessen wird erwartet, dass die Gewinne wachsen und höheren Aktienbewertungen erreicht werden.

Hinzu kommt, dass die Austerität die Unsicherheit für Investoren erhöht hat. Jedes Mal, wenn Regierungen ihre Ausgaben für längere Zeit kürzen, steigt die Instabilität der Vorhersage der Wirtschaftsentwicklung. Daher kann schon die Ankündigung des Endes der Austeritätspolitik zu mehr Zuversicht unter den Investoren und Unternehmen führen. Das gilt selbst dann, wenn die Ausgaben gar nicht so dramatisch erhöht werden. Unternehmen investieren mehr und gehen höhere Risiken ein und das allein führt dazu, dass die Gesamtnachfrage steigt.

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Was wir daraus lernen

Obwohl es nicht den perfekten Zeitpunkt zum Investieren gibt, könnte eine Periode höherer Staatsausgaben eine vergleichsweise erfolgreiche Zeit für Investoren darstellen. Allerdings profitieren nicht alle Branchen, Unternehmen und Aktien von den höheren Ausgaben. Manche jedoch können gute Gewinne einfahren. Und eine positive Wirkung auf die Zuversicht der Unternehmen und Investoren könnte ein weiterer positiver Katalysator für die Aktienbewertungen sein.

Unternehmen zu kaufen, die eine große Sicherheitsmarge aufweisen, ist in der Regel ein kluger Schachzug, da diese Aktien auf lange Sicht das beste Risiko-Gewinn-Verhältnis haben könnten.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und am 13.08.2017 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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