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Warum AstraZeneca letzte Woche um 18 % gefallen ist

Schokierter Mann vor rotem Chart
Foto: Getty Images

Letzte Woche war für einige Investoren echt übel. Mit dem DAX ging es bergab, mit den Autowerten ebenfalls, aber all das war nichts im Vergleich zu dem, was die Aktie des britisch-schwedischen Pharmazieunternehmens AstraZeneca (WKN: 886455) getroffen hat.

An dem Tag der Veröffentlichung der Quartalszahlen brach die Aktie nämlich zwischenzeitlich um stolze 18 Prozent ein. 13 Milliarden Euro an Börsenwert wurden auf einen Schlag ausradiert.

Dabei waren die eigentlichen Quartalszahlen gar nicht so schlecht. Der Gewinn überraschte mit 0,87 Euro je Aktie, der Umsatz enttäuschte hingegen leicht mit 5,05 Milliarden Euro. Nichtsdestotrotz aber eigentlich kein Grund für so eine Überreaktion. Wie du dir daher sicher denken kannst, gab es dafür andere Gründe. Und diese hatten es wirklich in sich!

Zwei Ausblicke wirken verstörend

Was vor allem schmerzte war die Verkündung des Unternehmens, dass eine strategisch wichtige Kombinations-Therapie zweier Hoffnungsträger nicht die Ergebnisse lieferte, wie ursprünglich erhofft. Mithilfe der sogenannten Studie Mystic wollte man nämlich die beiden Präparate Imfinzi und Tremelimumab kombiniert anwenden, um damit das Wachstum von Lungenkrebstumoren besser zu hemmen, als bei der ansonsten üblichen Chemotherapie.

Gerade Imfinzi war hierbei ein wichtiger Hoffnungsträger, der die generelle Wachstumsfantasie des Unternehmens beflügeln sollte. Das miserable Abschneiden innerhalb der besagten Studie, in der eine verbesserte Wirkung nicht bewiesen werden konnte, versetzte die Wachstumsambitionen in einen mit vielen Fragezeichen versehenen Kontext. Aus diesem Grund dürfte wohl auch ein großes Stück der hochprozentigen Abstrafung herrühren, dabei war das letztlich nicht der einzige Auslöser.

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Erschwerend hinzu kommt nämlich noch, dass wichtige Patente bereits abgelaufen sind, was sich beim eingangs genannten, enttäuschenden Umsatz äußerte. Beispielsweise das wichtige, umsatzträchtige Blutfett-Senkungspräparat Crestor hatte mit einer Vielzahl an Generika zu kämpfen.

Das unterstreicht auch noch einmal die Bedeutung, die dem Heilsbringer Imfinzi in Kombination mit Tremelimumab beigemessen wurde.

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Wie geht es weiter?

Eine wichtige Frage, die Investoren und Interessierte nun versuchen sollten zu klären. Fakt ist, dass sowohl wichtige Hoffnungsträger nicht den gewünschten Erfolg bringen konnten, sowie, dass einige Präparate des Unternehmens aufgrund von veralteten Patenten möglicherweise Gefahr laufen könnten, überholt zu werden. Das ist selbstverständlich schlecht für die generelle Aussicht des Unternehmens.

Fakt ist aber auch, dass diese enttäuschenden Nachrichten einen Kurssturz ausgelöst haben, der das Unternehmen möglicherweise im historischen Vergleich attraktiv bewertet erscheinen lässt. Wer weiß.

Bevor du jedoch überlegst, einzusteigen, solltest du dir aber wirklich tiefgreifende Gedanken über die Zukunft, insbesondere über die Produktpipeline machen. Wenn du dann zu dem Ergebnis kommen solltest, dass diese nur kurzweilig unter Beschuss geraten ist, langfristig allerdings top ist, könnte sich ein Einstieg lohnen. Wenn du aber glaubst, dass das Unternehmen wirklich ernsthafte, strategische Probleme hat, dann bleib AstraZeneca doch besser fern.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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