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3 interessante Umwege zu asiatischen Wachstumsaktien

Gewinnmarge
Foto: Getty Images

Wieso einfach, wenn es auch umständlich geht? Na ja, das ist nicht wirklich das Motto dieses Artikels, aber er soll daran erinnern, dass es in einigen Fällen nicht nur eine Möglichkeit gibt, in eine Aktie zu investieren.

Besonders in Asien gibt es oftmals die Möglichkeit über den indirekten Weg in ein vielversprechendes Unternehmen zu investieren, da häufig große strategische Aktienpakete an anderen Aktiengesellschaften gehalten werden. Hier findest du drei interessante Beispiele.

1. Über eine Suchmaschine zum Reiseriesen

Der führende chinesische Suchmaschinenbetreiber Baidu (WKN:A0F5DE) hat ein paar nicht ganz einfache Jahre hinter sich, in denen das Wachstum hinter den Erwartungen zurückblieb. Allerdings arbeitet Baidu fleißig daran, sein Kerngeschäft durch viele andere Aktivitäten zu erweitern.

Lange Zeit besaß Baidu eines der wichtigsten Reiseportale in China mit dem Namen Qunar, bis es sich entschieden hat, den Preiskampf mit dem Konkurrenten Ctrip (WKN:A0BK6U) aufzugeben und einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen zuzustimmen. Als Ausgleich für seine Qunar- erhielt Baidu 25 % der Ctrip-Anteile.

Wer also nicht direkt in Ctrip investieren will, kann auch Baidu-Aktien kaufen, immerhin besitzt der Suchmaschinenbetreiber ein Viertel der Anteile des führenden chinesischen Reiseportals. Ctrip ist mittlerweile circa 30 Milliarden US-Dollar wert und könnte Baidu-Aktionären noch viel Freude bereiten.

2. Man muss ja nicht gleich das ganze Hotel kaufen

Ein führendes asiatisches Konglomerat ist Jardine Matheson. Es hat seine Wurzeln in einem der wichtigsten kolonialen Handelshäuser Hongkongs und vereint noch heute viele verschiedene Geschäftsaktivitäten unter seinem Dach.

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Eine davon ist die Luxushotelgruppe Mandarin Oriental International (WKN:872956). Mandarin Oriental hat weltweit 29 Hotels und einige Apartments, die für ihre hohe Qualität bekannt sind. Die Hotels gehören immer zu den besten, die man in einer Stadt finden kann. Die Aktie ist in London börsennotiert und hat neuerdings einen Kurssprung erlebt, nachdem bekannt wurde, dass die Gruppe überlegt, eine seiner sehr attraktiven Immobilien in Hongkong zu veräußern.

Wer aber eine Luxushotelgruppe nur gerne als Beimischung hätte, kann sich die diversifizierte Jardine Strategic (WKN:919287) näher ansehen, denn das Holding-Unternehmen von Jardine Matheson besitzt 74 % der Anteile an Mandarin Oriental International.

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3. Mit einem Zwischenhalt in Tokio zur Seidenstraße

Japan ist schon lange nicht mehr für seine besonders dynamischen Unternehmen bekannt. Eine beindruckende Ausnahme dieser Regel ist allerdings das Telekommunikationsunternehmen SoftBank (WKN:891624), dessen visionärer Gründer Masayoshi Son dafür sorgt, dass sein Unternehmen in so viele internetbasierte Zukunftstechnologien wie möglich investiert.

Seine bisher erfolgreichste Investition war es, sehr früh einen großen Anteil an Alibaba (WKN:A117ME) zu erwerben. Der chinesische Internetgigant gehört mittlerweile zu den größten Unternehmen der Welt und wächst noch immer rasant, nicht nur in seinem Kernfeld E-Commerce, sondern auch in vielen anderen Bereichen.

Value-Investoren sollten vor allem die Mathematik einer indirekten Investition in Alibaba über SoftBank lieben. Am 27. Juli hat SoftBank seinen Anteil an Alibaba mit einem Wert von 13 Billionen Yen, umgerechnet fast 100 Milliarden Euro, beziffert. Die gesamte Marktkapitalisierung von SoftBank beträgt allerdings gerade einmal circa 80 Milliarden Euro. Man bekommt rechnerisch gesehen also nicht nur die Alibaba-Anteile mit einem Rabatt, sondern auch SoftBank selbst geschenkt.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Baidu. The Motley Fool empfiehlt Ctrip.com International.

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