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Ich kann es nicht glauben, dass Enbridge 1,25 Milliarden US-Dollar für eine Offshore-Windfarm in Deutschland ausgegeben hat

Bildquelle: Pixabay, Hans

Vor einigen Monaten verkündete Enbridge (WKN:885427), dass man 1,7 Milliarden kanadische Dollar (1,25 Milliarden US-Dollar) in ein Offshore-Wind-Projekt in Deutschland investieren werde. Diese Investition soll dem Unternehmen einen Anteil von 50 % an dem 497-Megawatt-Projekt geben, dass bereits Ende 2019 Strom und Cashflow generieren soll. Das unglaubliche dabei sind aber die wirtschaftlichen Gegebenheiten, die so gut wie, wenn nicht sogar besser als neue Pipeline-Projekte sind. Diese Projekte und ähnliche sind ein wichtiger Grund, warum das Unternehmen bis 2024 ein zweistelliges Dividendenwachstum erwartet.

Eine Gelegenheit im Bereich erneuerbare Energiequellen

Enbridge kaufte seinen Anteil an dem Hohe-See-Projekt von dem deutschen Energieversorger EnBW, das die zweite Hälfte des Projektes besitzen wird. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren sehr attraktiv für den kanadischen Pipeline-Riesen. Dank der Anreize der deutschen Regierung für Offshore-Wind-Projekte wird das Projekt langfristige Festpreise für 20 Jahre generieren. Es gibt auch ein minimales Entwicklungsrisiko, weil das Projekt schon bewilligt wurde und EnBW schon 90 % der Kapitalkosten dafür zugeteilt hat. Daher wird das Projekt laut Enbridge schon im ersten Jahr des Betriebes starke Einnahmen generieren.

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Die Kombination einer hohen Investment-Rendite und stetigem Cashflow für 20 Jahre ist wie bei einem neuen Pipeline Projekt. Daher glaubt Enbridge, dass dieses Projekt gut in das Portfolio passt. Das Projekt ist aber nicht der erste Vorstoß von Enbridge in den Bereich erneuerbare Energiequellen. Android ist schon jetzt der zweitgrößte im Wind- und Solarenergie-Erzeuger in Kanada. Das Unternehmen hat schon 5,4 Milliarden CAD investiert, um ein 1900-MW-Projekt in Kanada und in den USA zu bauen. Dazu gehören Wind, Solar, Hitze aus Müllverbrennung, Geothermie und Übertragungsprojekte. Das Unternehmen könnte den Investitionsbetrag mehr als verdoppeln, wenn alle aktuellen Entwicklungsprojekte umgesetzt werden. Dabei kooperiert das Unternehmen auch mit dem europäischen Ölgiganten Total (WKN:850727) und Statoil (WKN:675213), die auch immer mehr in erneuerbare Energiequellen investieren. Statoil ist zum Beispiel gerade dabei ein Offshore-Wind-Portfolio aufzubauen, während Total den Mehrheitsanteil an den Solarpanel-Hersteller SunPower (WKN:A1JNM7) besitzt.

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Eine Pipeline voller Gelegenheiten

Enbridge hat bereits eine Offshore-Windfarm im Bau, dass Rampion-Projekt in Großbritannien, dessen Bau Ende 2015 begann. Das Unternehmen wird 750 Millionen CAD investieren und einen Anteil von 24,9 % des 400-MW-Projektes bekommen, das nächstes Jahr seinen Betrieb aufnehmen soll. Sobald das Rampion-Projekt fertiggestellt ist, sollte es auf Jahre hin einen relativ stetigen Cashflow liefern. Das Unternehmen hat sich nämlich einen Stromabnahmevertrag mit 15-jähriger Laufzeit für die komplette Produktion der Anlage gesichert.

Das Unternehmen besitzt auch einen Anteil von 50 % an einem Offshore-Wind-Projekt in Frankreich, das drei Projekte im Endstadium besitzt. Enbridge könnte 4,5 Milliarden CAD in den Bau von Windanlagen mit 1400-MW investieren. Das erste Projekt könnte schon dieses Jahr mit dem Bau beginnen. Der Entwickler hat diese Projekte bereits unterzeichnet und einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag mit EDF gesichert, was eines der größten Energieunternehmen in Europa ist.

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Einer der Vorteile des Hohe-See-Projektes ist, dass es eine Expansionsmöglichkeit gibt. Die Partner halten eine Option, um in Zukunft weitere 112 MW Kapazität hinzuzufügen. Dazu muss die Anlage nur erweitert werden, was Enbridge ein organisches Wachstum ermöglicht.

Enbridge hat sich Wachstumsprojekte im Wert von mehr als 10 Milliarden CAD für die Sparte erneuerbare Energien gesichert. Das entspricht 14 % des Auftragsbuchs des Unternehmens. Dieses Wachstum, das die meisten Rivalen im Bereich Energieinfrastruktur nicht haben, kommt davon, weil sie sich nur auf Öl- und Gaspipelines und entsprechende Infrastrukturprojekte konzentrieren.

Enbridge hat sich dagegen dazu entschlossen auch in den Bereich erneuerbare Energiequellen zu expandieren, wo es mehr Wachstumsmöglichkeiten als Konkurrenten gibt, da dieser Sektor deutlich schneller wächst als die Infrastruktur für fossile Brennstoffe. Dieser Trend könnte sich in der Zukunft noch weiter ausbreiten, da die Sorge um den Klimawandel immer weiter zunehmen. Das ist auch der Grund, warum Total und Statoil in erneuerbare Energiequellen investieren.

Unterm Strich

Enbridge sieht eine lukrative Möglichkeit im Bereich Offshore-Wind und hat dafür unglaubliche 1,25 Milliarden US-Dollar für ein Projekt in Deutschland ausgegeben. Das Unternehmen erwartet, dass zusammen mit anderen Projekten im Portfolio bis 2024 ein ehrgeiziges Dividendenwachstum von 10 % bis 12 % erreicht werden kann.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Enbridge. The Motley Fool empfiehlt Statoil und Total.

Dieser Artikel wurde von Matt DiLallo auf Englisch verfasst und am 10.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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