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3 Arten, wie Donald Trump Gold wieder zu alter Stärke verhelfen wird

Foto: Pixabay, stevebidmed

Donald Trump kam mit nur einem einfachen Kampagnenversprechen ins Weiße Haus. Er wollte Amerika wieder großartig machen. Fast drei Monate seit seinem Amtsantritt muss sich auch Trump eingestehen, dass es doch etwas dauert, bis Amerika wieder großartig sein wird.

Seine Agenda ist vollgestopft mit Reformen, wovon viele aber erst noch angegangen werden müssen. Zum Beispiel möchte Trump die Steuern für Einzelpersonen und für Unternehmen reformieren. Während seiner Kampagne sprach er von niedrigeren Steuern für Einzelpersonen und Unternehmen sowie von einem vereinfachten Steuerrecht. Diese Maßnahmen sollen es Unternehmen erlauben, mehr von ihrem Einkommen zu behalten, um zu reinvestieren und um neue Leute einzustellen. Gleichzeitig sollen die Verbraucher auch mehr Geld zur Verfügung haben, um die Wirtschaft anzutreiben.

Bildquelle: Department of Homeland Security, Flickr.

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Zusätzlich möchte Trump gerne die Banken und den Energiesektor deregulieren. Er möchte die einheimische Schieferölproduktion ankurbeln, ein Zehn-Jahres-Infrastrukturpaket auf den Weg bringen und den Gesundheitssektor reformieren. Der letzte Punkt ist inzwischen aber zu einem Problem für Trump und den Kongress geworden. Der erste Gesetzesentwurf mit dem Namen American Health Care Act konnte nicht genug Unterstützung von den Republikanern im Repräsentantenhaus gewinnen.

Trump sorgt für einen steigenden Goldpreis

Die Präsidentschaft von Donald Trump lässt aber eine Sache immer wertvoller werden: Gold.

Letzte Woche stieg das begehrte gelbe Metall auf ein Fünf-Monats-Hoch mit einem Schlusskurs von 1.270 US-Dollar pro Unze – das erste Mal seit Anfang November. Eine kurze Untersuchung der 27 Goldminenaktien mit einer Marktkapitalisierung von über 300 Millionen US-Dollar vom 11. April zeigt, dass 23 davon im Jahresvergleich Kursgewinne verzeichnen konnten. 20 davon stiegen sogar um mehr als 10 %.

Donald Trump ist aber nicht der einzige Grund, warum die Goldaktien dieses Jahr gestiegen sind. Die Goldminen-Unternehmen haben ihre Kosten drastisch reduziert, sich auf ihre profitabelsten Minen konzentriert und vom globalen Wachstums profitiert. Aber trotzdem hat Trump eine wichtige Rolle dabei gespielt, die Preise für physisches Gold zu erhöhen.

1. Trumps Wirtschaftspolitik wird die Inflation erhöhen

Selbst wenn Präsident Trump bisher noch keine größeren Reformen durchgebracht hat, arbeitet er an mehreren Initiativen, um Wachstum zu erzeugen. Das allein ist schon gut für den Goldmarkt.

Bildquelle: Getty Images.

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Ich weiß, was einige von euch jetzt vielleicht denken: „Moment mal, höhere Wachstumsraten bedeuten, dass die Federal Reserve wahrscheinlich ihre Geldpolitik weniger locker gestalten wird, und das könnte doch dem Goldpreis schaden, oder?“ Zu einem gewissen Grad stimmt das. Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für Goldbesitzer und machen es interessanter, sicherere zinsträchtige Vermögenswerte wie amerikanische Staatsanleihen oder Bankeinlagen zu besitzen. Eine wachsende Wirtschaft kann aber auch die negativen Auswirkungen höherer Zinsen auffangen.

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Eine wachsende Wirtschaft ist üblicherweise auch gut für die Inflation. Allgemein führt eine höhere Inflation zu einem besseren Umfeld für Gold. Wenn es in der Wirtschaft besser läuft, dann wird die Federal Reserve die Geldzufuhr erhöhen, und das wird jeden Dollar, der sich im Umlauf befindet, etwas wertloser machen. Damit wird es teurer, Gold zu kaufen. Die Erwartung von höherer Inflation während der Präsidentschaft von Donald Trump sorgt dafür, dass die negativen Auswirkungen von höheren Zinsen in Schach gehalten werden.

Eine wachsende Wirtschaft signalisiert auch eine wachsende Nachfrage nach Rohstoffen, darunter Gold, das sowohl in der Industrie als auch für Schmuck benutzt wird. Angebot und Nachfrage sind oft ein übersehener Preistreiber der Goldpreise. Da es in der amerikanischen Wirtschaft aber gut läuft und die Nachfrage von den Minen-Unternehmen nach einem vierjährigen Abwärtstrend beschränkt ist, profitieren jetzt die Goldpreise davon.

2. Trumps politische Unerfahrenheit führt zu Unsicherheit

Es ist fast schon ironisch. Selbst wenn die Politik von Donald Trump keine Früchte trägt, wird das physische Gold trotzdem davon profitieren. Das liegt daran, dass der Goldpreis von der Unsicherheit profitiert, dass Donald Trump politisch unerfahren ist.

Präsident der Vereinigten Staaten zu sein bedeutet, dass man erst in dieses Amt hineinwachsen und lernen muss. Für jemanden, der keine politische oder militärische Erfahrung hat, ist es aber eine sehr steile Lernkurve. Trump bewilligte letzte Woche die Angriffe auf Syrien und stellt regelmäßig das Handeln anderer Länder infrage, darunter der Verbündeten der Vereinigten Staaten. Das führt natürlich zu erhöhter Skepsis und drückt den Goldpreis weiter nach oben.

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Sollte Trump seine Kampagnenversprechen nicht umsetzen können und es mit der amerikanischen Wirtschaft bergab gehen, dann wird sich Gold wahrscheinlich zu einem sicheren Hafen entwickeln, wo die Investoren ihr Geld parken, bis die Dinge wieder besser werden. Also selbst wenn Trump nicht das erreicht, wofür er angetreten ist, kann das noch sehr gut für Gold sein.

3. Trump ist gegen die Abwertung ausländischer Währungen

Trump hat in letzter Zeit mehrere Länder kritisiert, besonders China. Der Präsident hat Ländern wie China unterstellt, dass sie ihre Währungen absichtlich manipuliert hätten, um im Vergleich zum Dollar an Wert zu verlieren. Das sollte die Amerikaner dazu ermutigen, ausländische Güter zu importieren, während es für die anderen Länder teurer wird, Güter aus den Vereinigten Staaten importieren. Kurz gesprochen, Trump gib die Schuld für einen großen Teil des nationalen Handelsdefizits den anderen.

Eines ist aber interessant. Trump sieht den amerikanischen Dollar nicht als die wahre globale Währung, zumindest nicht in seiner Rede im Februar bei der Conservative Political Action Conference, in der er sagte, es gäbe ja auch keine Welthymne, keine Weltwährung und keine Weltflagge. Trump könnte damit andeuten, dass er für ein Währungssystem ist, das nicht manipuliert ist. Damit meint er wahrscheinlich Gold.

Im letzten Jahr zeigte sich Trump auch zwiegespalten in Bezug auf Gold. In einem Interview mit GQ sagte er „den Goldstandard zurückzubringen, wäre sehr schwer, aber es wäre wundervoll. Dann hätten wir einen Standard, auf dem das Geld basiert.“

Wir wollen aber eines klarstellen: Der Goldstandard hat eine verschwindend geringe Chance, wieder eingeführt zu werden. In vielerlei Hinsicht ist es wirtschaftlich gesehen einfach nicht sinnvoll, daher ist es für die Gold-Opportunisten noch etwas zu früh, die Korken knallen zu lassen. Trumps Kommentar deutet aber an, dass er für Gold ist.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 14.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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