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Neues aus Omaha: Warren Buffett über Aktienrückkäufe und die Zukunft

Wie jedes Jahr schickte Warren Buffett auch dieses Jahr wieder einen Brief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway (WKN:A1YJQ2). Und wie in jedem Jahr ist die Lektüre des Briefs auch dieses Jahr wärmstens zu empfehlen. Bereits die Aussage, an wen Buffett denkt, wenn er das Tagesgeschäft von Berkshire Hathaway leitet und jährlich seine Gedanken im Aktionärsbrief zusammenfasst, ist beeindruckend:

„Niemand ist wichtiger für uns als die weniger betuchten Kleinaktionäre, die uns einen großen Teil ihrer Ersparnisse anvertrauen. Bei meiner täglichen Arbeit für dieses Unternehmen – und auch während ich jetzt gerade diesen Brief schreibe – sind es genau diese Aktionäre, an die ich denke.“

– Warren Buffett

Eigentlich sollte jeder Vorstandsvorsitzende eines börsennotierten Unternehmens so denken. Leider sind bei vielen kurzfristige Erfolge und die eigene Brieftasche wichtiger als das Wohl der Aktionäre.

Aber auch zu anderen Themen äußerte sich Buffett. Beispielsweise über Aktienrückkäufe und die Zukunft der amerikanischen Wirtschaft.

Warren Buffett über Aktienrückkäufe

Buffett stellte einmal mehr klar, zu welchem Aktienkurs er es für eine gute Idee hält, Berkshire-Aktien zurückzukaufen:

„Nach unseren Annahmen bieten Berkshire-Aktien bei einem Kurs von 120 % des Buchwertes einen signifikanten Rabatt bezogen auf den intrinsischen Wert und damit eine angemessene Sicherheitsmarge, da die Berechnung des intrinsischen Werts nicht allzu präzise sein kann.“

– Warren Buffett

Aber warum denkt Buffett, dass der faire oder intrinsische Wert von Berkshire Hathaway deutlich über dem 1,2-fachen des bilanzierten Buchwertes liegt? Auch dazu schreibt Buffett etwas:

„Ich habe einige bescheuerte Käufe getätigt, bei denen ich viel zu viel für den wirtschaftlichen Goodwill von Unternehmen bezahlt habe. Das hat später zu Goodwill-Abschreibungen geführt und konsequenterweise zu einer Verringerung des Buchwerts von Berkshire. Aber wir hatten auch einige Gewinner – teilweise sogar sehr große Gewinner – unter den Unternehmen, die wir gekauft haben. Der Buchwert dieser Gewinner wurde aber niemals heraufgesetzt.“

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– Warren Buffett

Die Mehrzahl der von Berkshire Hathaway gehaltenen nicht-börsennotierten Unternehmen sind nach Annahmen von Berkshire derzeit also deutlich mehr wert als der damalige Kaufpreis. Ein gutes Zeichen für die Fähigkeiten des Berkshire-Teams erfolgsversprechende Unternehmen aufzukaufen.

Gleichzeitig zeigen die Aussagen, wann Buffett es für eine gute Idee hält, eigene Aktien zurückzukaufen. Nämlich nur dann, wenn die Aktien des Unternehmens deutlich unter dem fairen Wert gehandelt werden.

Für die Management-Teams anderer Unternehmen hat er daher folgenden Vorschlag:

„Bevor Aktienrückkäufe überhaupt diskutiert werden, sollten sich die Vorstände händchenhaltend in einer Reihe aufstellen und gemeinsam beteuern: ‚Was klug bei einem bestimmten Aktienkurs ist, ist blödsinnig bei einem anderen.’“

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– Warren Buffett

Warren Buffett über die Zukunft der amerikanischen Wirtschaft

Warren Buffett hat eine deutliche Ablehnung gegen Crash-Propheten und notorische Schwarzseher. Daraus macht er auch in seinem jüngsten Brief an die Berkshire-Aktionäre keinen Hehl:

„Amerikanische Unternehmen – und damit natürlich auch amerikanische Aktien – werden mit ziemlicher Sicherheit in den nächsten Jahren mehr wert sein als heute. Innovationen, Produktivitätssteigerungen, Unternehmergeist und die Fülle an vorhandenem Kapital werden dafür Sorge tragen. Die immer präsenten Schwarzmaler werden vielleicht Erfolg haben, in dem sie ihre düsteren Vorhersagen vermarkten. Sollten diese aber tatsächlich nach dem Unsinn, den sie verbreiten, handeln, kann ihnen nur der liebe Gott helfen.“

– Warren Buffett

Liest man zwischen den Zeilen, enthält diese Passage für mich zwei wichtige Aussagen: Die Zukunftsaussichten sind oftmals besser als wir annehmen und die Crash-Propheten denken bei ihren Prophezeiungen eher an ihren eigenen Geldbeutel als daran, ob sie mit ihrer Vorhersage nun tatsächlich richtig liegen.

Wenn du das nächste mal also wieder eine düstere Schlagzeilen liest, dann frage dich, wieso und weshalb der Autor einen solchen Artikel gerade veröffentlicht. Leider werden nämlich oft den düstersten Prophezeiungen die größte Aufmerksamkeit geschenkt.

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Sven besitzt leider keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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