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Wie Amazons Alexa die Connected-Car-Sparte vorantreiben kann

Quelle: Amazon.com

Virtuelle Assistenten in Fahrzeugen werden eine große Rolle bei Connected Cars spielen: ganz gleich ob sie die Garagentür öffnen, einen freien Parkplatz finden oder automatisch nach der schnellsten Route suchen, bald werden sie nicht mehr wegdenkbar sein. Darum ist die Branche auch gerade dabei, sich um die größten Anteile am Kuchen zu streiten.

Amazon.com (WKN:906866) allerdings hat wohl mit der Alexa Automotive Platform, hinter der der Echo Voice Assistant steckt, schon die Pole Position eingenommen. Amazon hat schon Zusammenarbeiten mit den größten Autoherstellern eingetütet und bekommt darüber hinaus jede Menge Unterstützung von Drittanbietern wie Logitech (WKN:A0J3YT).

Alexa ist schon in den Fahrzeugen

Die Consumer Electronics Show in Las Vegas vom vergangenen Monat hat gezeigt, dass Alexa für viele Hersteller der Favorit ist. Ford (WKN:502391) und Volkswagen (WKN:766400) haben beide bestätigt, dass sie Amazons Plattform nutzen werden, um u.a. Wetter und Navigation ins Auto zu bringen. Das ist für Amazon eine große Sache, muss man doch große Namen in der Hinterhand haben, um Rivalen wie Microsofts Cortana oder den Assistant von Google auf Distanz zu halten.

Ford wird Alexa mit dem SYNC 3-Infotainment-System verknüpfen, damit ein Auto mehr als nur ein Fahrzeug wird. Sobald Ford diese Technologie kommenden Sommer anbietet, können Fahrer eine ganze Reihe an Sachen allein mit ihren Stimmen befehlen. Alexa kann sogar veranlassen, dass man schon vor dem Start den Benzinstand checkt oder den Motor anwirft.

Im Innenraum kann Alexa unter anderem die Navigation übernehmen, ein Hörbuch vorlesen oder Einkaufslisten für Amazon erstellen. Dazu kann man auch noch Smart-Home-Funktionen steuern, etwa die Temperatur oder die Beleuchtung daheim regeln.

Volkswagen hat unterdessen vor, Alexa zu einem Teil des Car-Net-Infotainment-Systems zu machen. Hyundais diesjährige Modelle können Alexa nutzen, indem man die Blue-Link-App verwendet. Beides für Amazon große Sachen: Volkswagen war im vergangenen Jahr der größte Hersteller mit 10,3 Millionen verkauften Fahrzeugen. Ford war auf Platz 3 mit 6,2 Millionen Fahrzeugen.

Weiterhin gut für Amazon: Die Rivalen haben noch nicht so große Accounts an Land ziehen können. Zwar ist Microsoft in den Assistenten von BMW und Nissan zu finden, allerdings sind diese Hersteller nicht so groß wie Ford oder Volkswagen. Zusammen kamen die beiden nämlich nur auf 8 Millionen verkaufte Einheiten, was nicht mal die Hälfte dessen ist, was Volkswagen und Ford zusammen verkauft haben. Der Google Assistant hingegen wird in Fahrzeugen von Fiat Chrysler zu finden sein, dessen Verkäufe im vergangenen Jahr bei 4,7 Millionen lagen.

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Deswegen könnte Amazon die bevorzugte Plattform für Autohersteller werden. Das ist nicht so überraschend, hat man doch mit der Smart-Home-Plattform Echo etwas in der Hinterhand, was massiv skaliert und damit natürlich für Partner interessant ist.

Alexas enorme Popularität

Für das Smarthome ist Alexa bereits ein echter Hit. Schätzungen zufolge besitzen 8,2 Millionen Nutzer in den USA ein Echo-Gerät, allein in der Weihnachtszeit wurden 3,1 Millionen Exemplare verkauft. Ende 2015 waren noch 3 Millionen Geräte insgesamt auf dem Markt, die Zahl hat sich im vergangenen Jahr also fast verdreifacht.

Darüber hinaus hat VoiceLabs berichtet, dass die Installationen von Amazon Echo und Google Home sich dieses Jahr verdreifachen dürften, zusammen sollen beide Geräte im Jahr 2017 24,5 Millionen Mal über die Ladentische gehen. Auch wenn aus dem Bericht nicht die Verteilung klar wird, lässt man leise verlauten, dass das Amazon Echo den Markt dominieren dürfte, bietet man Nutzern doch die Möglichkeit, direkt bei Amazon einzukaufen.

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Es ist denkbar, dass Autohersteller auf die Marke setzen, die bei den Endkunden am beliebtesten ist. Und die Absatzzahlen des Echo weisen auf Amazon in der Pole Position hin.

Wie Alexa auch in älteren Fahrzeugen genutzt werden kann

Alexas Markt beschränkt sich dank Drittanbieter nicht lediglich auf Neuwagen. So bietet Logitech beispielsweise mit Halteklammern für ältere Fahrzeuge die Möglichkeit, sein Smartphone im Auto mit Alexa zu verbinden. Die Versionen kosten in zwei verschiedenen Ausführungen entweder 60 oder 80 Dollar und sind diesen Monat auf den Markt gekommen. Heißt: Alexa wird nochmal für weitere Käuferschichten interessant.

Logitech unterstützt alle 8.000 verschiedenen Kommandos, die man an Alexa richten kann. Das ganze ist eher preisgünstig und sollte daher die Attraktivität und Erschwinglichkeit von Alexa noch weiter befeuern, was Amazon wiederum nur zugute kommen kann, vor allem wenn man bedenkt, wie viele Fahrzeuge allein in den USA auf den Straßen sind.

Im vergangenen Jahr ist das Durchschnittsalter von Fahrzeugen auf den US-Straßen leicht gestiegen, hoch auf 11,6 Jahre. Amerikaner hängen mehr an ihren Autos, durchschnittlich IHS Marketing zufolge 79,3 Monate, oft wohl aufgrund verbesserter Qualität. 264 Millionen Autos sind in den USA unterwegs – die Nachfrage nach Produkten von Drittanbietern wie Logitech dürfte also nicht zu gering sein.

Tractica schätzt den Wert von Digitalen Assistenten im Jahr 2021 bei 15,8 Milliarden US-Dollar. 2015 waren es noch 1,6 Milliarden Dollar. Dabei werden Infotainment und Smart-Home-Systeme eine große Rolle spielen. Alexa ist bereits ausgezeichnet positioniert.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Google und Ford. The Motley Fool empfiehlt BMW. Dieser Artikel von Harsh Chauhan erschien am 24.2.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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