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Warum eine Fusion von General Motors und Fiat Chrysler unwahrscheinlich ist

Quelle: General Motors.

Die Aktie von Fiat Chrysler Automobiles (WKN:A12CBU) stieg am Dienstag und Mittwoch um 5 %. Die Analysten hatten auf einen möglichen in Deal spekuliert, wonach die europäische Tochtergesellschaft von General Motors (WKN:A1C9CM) verkauft werden sollte und dass damit die Möglichkeit einer Fusion von GM und FCA möglich werden könnte.

Wenn du das in den Medien verfolgt hast und dir eine Investition in FCA überlegst, dann habe ich einen Rat für dich: Überlege dir das bitte noch einmal. Hier sind die Gründe.

Es ist klar, warum es FCA gefallen würde, mit GM zu fusionieren

Der CEO von FCA, Sergio Marchionne, brachte die Idee einer Fusion der beiden Giganten aus Detroit im Jahr 2015 ins Gespräch. Damals habe ich bereits gesagt, dass klar ist, was FCA bei dieser Fusion bekommen würde. FCA ist heute profitabel, hat aber immer noch jede Menge Schulden. Wichtige Produkte wie der Ram-Pickup brauchen immer wieder Updates, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Darüber hinaus hinkt das Unternehmen seinen globalen Kurrenten hinterher, wenn es um fortgeschrittene Technologie wie Elektro- und selbstfahrende Autos geht.

FCA-Kurs. Daten von YCharts.

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Größtenteils hat Marchionne gute Arbeit geleistet und die begrenzten finanziellen Mittel des Konzerns gut eingesetzt. Damit sind die Produkte von FCA in den letzten Jahren deutlich wettbewerbsfähiger geworden. Doch auch FCA hat jede Menge Bedürfnisse, aber nur eine begrenzte Kapazität an finanziellen Mitteln, Ingenieuren und Designern, um diesen Bedürfnissen nachzukommen. Darüber hinaus sind diese Dinge ziemlich dringend, bevor der nächste wirtschaftliche Abwärtstrend die immer noch geringen Gewinnmargen weiter unter Druck setzt.

GM verfügt dagegen über ein wettbewerbsfähiges Angebot, moderate Schulden, eine solide Bilanz und jede Menge Geld auf der hohen Kante. Zusätzlich hat das Unternehmen ein kluges Management, das sich darauf konzentriert, die bestmöglichen Renditen zu erwirtschaften. All das könnte bei FCA Wunder wirken, ist aber wahrscheinlich auch der Grund, warum die Fusion nicht zustande kommen wird.

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Was hätte GM davon?

Eine nicht genannte Führungskraft von GM sagte den Automotive-News bereits im Jahr 2015, dass es keinen Grund gäbe, warum GM FCA retten sollte.

Unter CEO Mary Barra ist GM darauf fokussiert, aus sich selbst wieder das Unternehmen zu machen, das starke Renditen für seine Investoren generieren kann. Im Gegensatz zu FCA hat GM in den letzten Jahren jede Menge Investitionen getätigt, um sich selbst für die Zukunft gut aufzustellen. GM ist ein führendes Unternehmen im Bereich Elektroautos und arbeitet auch daran, ein führendes Unternehmen im Bereich selbstfahrende Autos zu werden. Darüber hinaus zieht sich das Unternehmen aus Regionen und Geschäftszweigen zurück, in denen keine nachhaltigen Gewinne möglich erscheinen.

CEO Mary Barra führt das Unternehmen in die Zukunft. Für Barra wäre eine Fusion mit FCA ein Rückschritt. Bildquelle: General Motors.

CEO Mary Barra führt das Unternehmen in die Zukunft. Für Barra wäre eine Fusion mit FCA ein Rückschritt. Bildquelle: General Motors.

In der Zwischenzeit entwickelt sich die Produktpalette von GM sehr gut. Das Unternehmen hat die meisten seiner Limousinen in den letzten Jahren einer Generalüberholung unterzogen und bringt jetzt eine ganze Welle komplett neuer Crossover-SUVs auf den Markt, die die Gewinne in den nächsten Jahren erhöhen sollen. Zusätzlich hat das Unternehmen einen guten Ruf für seine hohe Qualität.

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Barra hat wiederholt gesagt, dass GM bereits die Größe erreicht habe, um noch über Jahre hinweg wettbewerbsfähig zu bleiben. GM liegt bezüglich der Absatzzahlen nur knapp hinter Volkswagen (WKN:719000) und Toyota (WKN:853510). Dieser Abstand wird sich aber vergrößern, sollte GM Opel verkaufen und sich aus dem Geschäft in Europa zurückziehen. Das Unternehmen ist jetzt schon solide profitabel und auf einem guten Weg, um die operativen Margen in den nächsten Jahren weiter zu erhöhen.

FCA wird noch Jahre brauchen, um ein ähnliches Modell wie den elektrischen Chevrolet Bolt zu produzieren. Bildquelle: General Motors.

FCA wird noch Jahre brauchen, um ein ähnliches Modell wie den elektrischen Chevrolet Bolt zu produzieren. Bildquelle: General Motors.

Das ist keine Win-Win-Situation

Was würde es GM bringen, sich mit FCA zu verbünden – abgesehen von den Kopfschmerzen und Kosten, die Jahre andauern würden? Alles in allem gibt es hierbei für GM kaum Vorteile, die die Kosten und die Ablenkung vom Hauptgeschäft rechtfertigen würden. Daher glaube ich nicht, dass es klug wäre, auf eine Fusion der beiden Konkurrenten zu setzen.

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The Motley Fool empfiehlt General Motors.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 16.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

 

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