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Rally im DAX: Nur ProSieben und E.ON machen nicht mit

Foto: Pixabay

Bald ist es genau zwei Jahre her, als der DAX einen Höhenflug über 12.000 Punkte hingelegt hat, nur um danach tief zu fallen. Die globale Rally an den Aktienmärkten seit dem Wahlsieg Trumps hat aber auch den DAX wieder beflügelt.

Da die Rally breit angelegt ist, profitieren bisher fast alle Unternehmen davon. Zwei der dreißig DAX-Aktien gibt es allerdings noch immer günstiger als vor einem Jahr zu haben. Jetzt stellt sich die Frage, ob ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777) und E.ON (WKN: ENAG99) zurecht gemieden, oder einfach nur übersehen wurden.

ProSiebenSat.1 Media

Kaum einer weiß, dass er mit einem in deutschen Haushalten bekannten Unternehmen wie ProSiebenSat.1 Media in gerade einmal sechs Jahren seine Investition mehr als verfünzigfachen konnte. Zwischen dem Tiefpunkt in 2009 von unter 1 Euro, ging es nämlich auf über 50 Euro pro Aktie in 2015.

Kein Wunder also, dass die Anteile des Münchener Medienunternehmens eine Verschnaufpause an der Börse einlegen. Kurzzeitig ging es auf fast 32 Euro pro Aktie runter, und trotz der Erholung seit Dezember ist die Aktie im Jahresvergleich noch immer recht deutlich im Minus.

Vielleicht war diese Korrektur aber einfach nötig, um die Erwartungshaltung besser an den Aktienpreis anzupassen. Das Geschäft läuft nämlich noch immer gut. Es wird konsequent an der sehr ausgeklügelten Onlinestrategie weitergearbeitet und auch das klassische Fernsehgeschäft wird ausgebaut. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass man die österreichische Sendergruppe ATV übernehmen wird.

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So kann das Unternehmen sein langjähriges Wachstum fortsetzen. Die Zahlen für das letze Quartal von 2016 stehen noch aus, aber Analysten erwarten im Schnitt für das Geschäftsjahr 2016 einen Gewinn pro Aktie von 2,35 Euro. Dieses Jahr soll dieser auf 2,54 Euro pro Aktie steigen, womit die Aktie dann ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 16 hätte. Das wirkt deutlich vernünftiger als zu Allzeithochs, als man für die Gewinne dieses Jahres auf einen Wert von fast 20 gekommen wäre. Anleger sollten jetzt also genauer hinschauen, ob der gesunkene Aktienkurs eine vorübergehende Korrektur oder ein Warnhinweis war.

E.ON

Der Energiekonzern E.ON ist das einzige weitere DAX-Unternehmen, dessen Aktie im letzten Jahr an Wert verloren hat. Zwar nicht drastisch, das Minus ist nicht im zweistelligen Bereich, aber zumindest keine Freude für Anleger zu einer Zeit, in der fast alle anderen DAX-Werte steigen.

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Bei E.ON hat sich in letzter Zeit so viel getan, dass sogar jede einzelne Entwicklung eine klare Bewertung der Aktie schon fast unmöglich macht. So werden für die Abwicklung der Atomenergie Milliardensummen gebraucht, allerdings ist noch immer nicht wirklich klar, wie hoch die Zahlungen tatsächlich ausfallen werden. Das belastet die Aktie, denn E.ON hat schon jetzt hohe Schulden.

Der langfristige Befreiungsschlag soll mit dem Fokus auf erneuerbare Energien gelingen, weshalb in der abgespaltenen Tochter Uniper die herkömmlichen Energien gebündelt wurden, sodass sich E.ON komplett auf Erneuerbare konzentrieren kann. Allerdings muss man erst noch beweisen, dass diese Strategie aufgeht, denn immer mehr Großkonzerne entdecken den grünen Markt für sich und der Kampf um den Ausbau von Kapazitäten und Marktanteilen könnte zu hauchdünnen Margen führen. Auch wenn Erneuerbare die Zukunft sind, heißt das nicht, dass es E.ON leicht haben wird.

Es ist also nicht verwunderlich, dass die E.ON-Aktie bei so vielen Unsicherheiten während der DAX-Rally zurückgelassen wurde. Auch wenn es mit dem Index aufwärts geht, schauen einige Marktteilnehmer doch genauer hin.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

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