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BMW, Münchener Rück und Daimler: steigende Gewinne bei fallenden Kursen

Foto: Pixabay

Einige der größten deutschen DAX-Unternehmen befinden sich derzeit weit von ihren Hochs der letzten Jahre entfernt und das obwohl sie weiterhin ihre Gewinne steigern können.

So stark driften die Kennzahlen und Aktienkurse bei diesen Unternehmen momentan auseinander.

BMW

Der Aktienkurs des Münchener Automobilherstellers BMW (WKN: 519000) wurde in letzter Zeit stark abgestraft. Am Anfang des letzten Jahres wurden für eine kurze Zeit über 120 Euro für eine BMW-Aktie gezahlt, aber seitdem ging es mit dem Preis der Unternehmensanteile kräftig bergab. Zwischen Höchstkurs und dem seitdem erreichten Tiefkurs hat sich die Aktie fast halbiert.

Da sich die Anteile auf einem immer noch niedrigen Niveau stabilisiert haben, sollte man den fallenden Aktienkurs wahrscheinlich einmal mit den Fundamentaldaten vergleichen. Die haben in der gleichen Zeit allerdings deutlich nach oben gezeigt. BMW konnte seinen Gewinn in den letzten drei Jahren von 5,3 auf 6,4 Milliarden Euro steigern. Auch im ersten Halbjahr 2016 wurde schon ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegener Gewinn in Höhe von 3,6 Milliarden erwirtschaftet.

Bei BMW stiegen in den letzten Jahren der Autoabsatz, Umsatz, Gewinne und Dividende kräftig. Bloß die Marge, die man mit den verkauften Autos erreicht, tendiert seitwärts, allerdings auf einem hohen Niveau. Für Anleger stellt sich nun also die Frage, ob derzeit die Gewinne oder der Aktienkurs einen Hinweis auf die Zukunft geben.

Münchener Rück

Die Münchener Rück (WKN: 843002) ist der weltweit größte Rückversicherer. Sein Konkurrent Swiss Re befindet sich zwar auf dem zweiten Platz, ist aber nicht einmal in greifbarer Nähe. Trotzdem macht allen Rückversicherern der zunehmend harte Wettbewerb auf dem Markt zu schaffen und das zeichnet sich auch in dem Aktienkurs der Münchener Rück ab.

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Im Frühjahr 2015 hat es die Aktie der Münchener Rück für eine kurze Zeit über die 200 Euro Marke geschafft. Seitdem ist der Wert der Unternehmensanteile aber kräftig gesunken, auch wenn es in letzter Zeit wieder ein Stück nach oben ging.

Schlechte Geschäfte hat die Münchener Rück während dieser Turbulenzen am Aktienmarkt zumindest nicht gemacht. Das Ergebnis pro Aktie war 2015 bei 18,73 Euro stabil, mit einem leicht steigenden Trend. Die letzte Dividende in Höhe von 8,25 Euro wirft zudem eine satte Rendite ab und ist um ganze 2 Euro höher als noch im Jahr 2011. Die Münchener Rück ist in den letzten Jahren zwar nicht stark gewachsen, aber ihr Geschäft scheint stabiler zu sein, als es der Aktienkurs vermuten lässt.

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Daimler

Der Industriekonzern Daimler (WKN: 710000) erfreut zwar weltweit viele Autofahrer mit hochwertigen Mercedes-Modellen, aber Aktionäre hatten in letzter Zeit weniger Freude.

Nachdem vor kurzem das Hoch von über 90 Euro für eine Aktie erreicht wurde, ging es steil bis auf fast 55 Euro runter. Seitdem hat sich der Aktienkurs zwar leicht erholt, aber er hat sich vorerst auf einem deutlich niedrigeren Niveau stabilisiert. Wer aber versucht die gleichen Schwankungen in der Bilanz Daimlers zu finden, wird nur schwer fündig.

Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein starker Anstieg des Gewinns berichtet werden, der bei 7,87 Euro pro Aktie lag. Im Jahr 2011 waren es nur knapp über 5 Euro. Die letzte Dividende wurde im Vergleich zum Vorjahr um satte 80 Cent angehoben und lag bei 3,25 Euro. Anfang dieses Jahres musste zwar wegen Sondereffekten ein Verlust verbucht werden, allerdings konnte bereinigt ein Gewinnwachstum erreicht werden. Der Automobilabsatz konnte einen neuen Rekord vermelden. Es lässt sich also feststellen, dass im Gegensatz zum Aktienkurs der Wachstumstrend bei Daimlers Geschäftszahlen ungebrochen ist.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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