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Das sind die 10 MDAX-Aktien mit der höchsten Dividendenrendite

In den letzten 5 Jahren konnte der MDAX seinen großen Bruder, den DAX, klar hinter sich lassen: Der MDAX legte um 152,1 % zu, während es der DAX im gleichen Zeitraum nur auf ein Kursplus von 87,1 % brachte (Stand: 29.09.16). Ein Blick auf den MDAX hat sich also definitiv gelohnt.

Da viele Anleger besonders gerne in Dividendenaktien investieren, habe ich einmal einen Blick auf die Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen aus diesem in der Vergangenheit so erfolgreichen Index geworfen.

Die 10 MDAX-Aktien mit der höchsten Dividendenrendite

In der folgenden Tabelle habe ich die 10 MDAX-Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aufgelistet.

RangUnternehmenDividendenrendite
   1.Hugo Boss (WKN:A1PHFF)             7,3 %
   2.K+S (WKN:KSAG88)             6,9 %
   3.Aareal Bank (WKN:540811)             5,6 %
   4.Deutsche Pfandbriefbank (WKN:801900)             5,2 %
   5.Talanx (WKN:TLX100)             4,8 %
   6.TAG Immobilien AG (WKN:830350)             4,2 %
   7.RTL (WKN:861149)             4,1 %
   8.Alstria Office Reit (WKN:A0LD2U)             4,0 %
   9.Axel Springer (WKN:550135)             3,9 %
  10.Evonik (WKN:EVNK01)             3,8 %

Quelle: finanzen.net

Die Renditen habe ich mit den aktuellen Kursen und den gezahlten Dividenden für das Geschäftsjahr 2015 berechnet. Die Tabelle liefert also nur einen Blick in die Vergangenheit. Ob die Ausschüttungen auch in den nächsten Jahren so üppig ausfallen werden, verrät sie uns nicht.

Bei den 3 MDAX-Aktien mit den derzeit höchsten Dividendenrenditen habe ich mir daher einmal angeschaut, wie sich die Ausschüttungen in den nächsten Jahren entwickeln könnten.

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Aareal Bank

Die Aareal Bank zahlte ihren Aktionären für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende je Aktie in Höhe von 1,65 Euro. Bei einem Ergebnis je Aktie von 5,66 Euro bedeutet das eine Ausschüttungsquote von 29,2 %. Auch wenn das 2015er Ergebnis durch Sondereinflüsse positiv beeinflusst wurde: Da ist noch Luft!

So wurde bereits im ersten Halbjahr 2016 ein Ergebnis je Aktie von 2,08 Euro erzielt, womit die Vorjahresdividende schon mehr als bezahlt ist.

Auch das niedrige Zinsniveau bereitet der Aareal Bank weniger Kopfzerbrechen als anderen Instituten. Zwar schmälert die aktuelle Niedrigzinsphase die Gewinnspanne des hessischen Immobilienfinanzierers. Dafür beflügeln die niedrigen Zinsen den Kauf von Gewerbeimmobilien. Also die Branche, in der die Aareal Bank hauptsächlich ihr Geld verdient.

Es sieht also so aus, als wäre die 2015 gezahlte Dividende keine Eintagsfliege gewesen. Anleger können deshalb auch in den nächsten Jahren auf eine hohe Dividende hoffen.

K+S

Auch der Salz- und Kaliproduzent K+S konnte seine Dividende für das Geschäftsjahr 2015 aus dem erwirtschafteten Gewinn bezahlen: Eine Dividende von 1,15 Euro bedeutet bei einem Ergebnis je Aktie von 2,83 Euro eine Ausschüttungsquote von gesunden 40,6 %.

Trotzdem ist fraglich, ob das Unternehmen die Höhe der Dividende in den nächsten Jahren aufrechterhalten kann. Denn man musste im ersten Halbjahr 2016 ein negatives Konzernergebnis vermelden.

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Gründe hierfür waren niedrige Preise für Kali- und Magnesiumprodukte, fehlende Versenkgenehmigungen und eine schwache Nachfrage nach Auftausalzen wegen des milden Winters.

Aufgrund dieser starken Abhängigkeit von Rohstoffpreisen, der Witterung und der Mitwirkung von Behörden könnte das Konzernergebnis von K+S auch weiterhin stark schwanken. Und mit diesem auch die Dividende.

Möglicherweise werden wir K+S also schon im nächsten Jahr nicht mehr unter den MDAX-Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen finden.

Hugo Boss

Hugo Boss musste bei der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 sehr nahe an seine Schmerzgrenze gehen: Bei einem Ergebnis je Aktie von 4,63 Euro schüttete das Modehaus 3,62 Euro je Anteilschein an sein Aktionäre aus, was einer Ausschüttungsquote von 78,2 % entspricht.

Wirft man dann noch einen Blick auf die Halbjahreszahlen 2016, scheint eine Beibehaltung der Dividende für das Geschäftsjahr 2016 kaum finanzierbar: Der Gewinn je Aktie brach in den ersten sechs Monaten verglichen mit dem Vorjahr um 66 % ein, auf nur noch 0,72 Euro.

Selbst wenn man im Laufe des Jahres noch einen Zahn zulegt, ohne die Substanz anzugreifen oder sich zu Verschulden wird man die Dividende in Höhe von 3,62 Euro nicht aufrechterhalten können. Eine Senkung der Dividende ist daher nicht unwahrscheinlich.

Ob man langfristig wieder mehr ausschütten wird, hängt davon ab, ob CEO Mark Langer das Ruder herumreißen kann und Hugo Boss damit wieder in die Erfolgsspur zurückfindet.

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Thomas Brantl besitzt Aktien von der Aareal Bank. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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