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Das Verhältnis von KGV und Aktienpreis

Foto: Pixabay, falovelykids

Das Ziel eines jeden klugen Investors sollte es sein, das bestmögliche Geschäft zu machen, wenn er eine Aktie kauft. Je besser der Preis, desto größer ist das Gewinnpotenzial. Dabei können sowohl das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als auch der Aktienpreis gute Erkenntnisse liefern, ob es an der Zeit ist, eine bestimmte Aktie zu kaufen.

Aktienpreis

Der Aktienpreis ist ganz einfach der Betrag, den man bezahlen muss, um eine Aktie des Unternehmens oder einen Anteil an einem Fonds zu kaufen. Dieser Preis kann aufgrund verschiedener Einflüsse schwanken. Wenn ein Unternehmen einen sehr guten Finanzbericht vorlegt, dann werden die Investoren wahrscheinlich das Gewinnpotenzial optimistischer einschätzen. Die Nachfrage nach der Aktie wird steigen und damit auch der Preis. Sollte das Unternehmen jedoch einen Verlust melden oder hat mit schlechten Nachrichten zu kämpfen, dann kann der Aktienpreis schnell fallen.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Das KGV ist das Verhältnis zwischen dem Aktienpreis und dem Gewinn je Aktie. Es wird berechnet, indem man den gegenwärtigen Aktienpreis durch den Gewinn je Aktie teilt. Wenn du den Gewinn je Aktie nicht kennst, kannst du ihn berechnen, indem du die Vorzugsdividende von dem Nettogewinn abziehst und das Ergebnis durch die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien teilst.

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Lass uns annehmen, dass ein Unternehmen einen Nettogewinn von 1 Milliarde Euro hat und 200 Millionen Euro an Vorzugsdividende ausschüttet. Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien beläuft sich auf 400 Millionen. So berechnest du nun den Gewinn je Aktie:

(1 Milliarde Euro – 200 Millionen Euro) / 400 Millionen Aktien = 2 Euro/ Aktie.

Da du den Gewinn je Aktie nun kennst, können wir das KGV berechnen. Wenn die Aktie gegenwärtig zu einem Preis von 30 Euro je Aktie gehandelt wird, beträgt das KGV 30 Euro / 2 Euro = 15.

Aktienpreis und KGV
Der Aktienpreis spiegelt den Wert, den Investoren gegenwärtig einer Aktie beimessen, wieder. Das KGV zeigt, wie viel die Investoren bereit sind, für jeden Euro Gewinn zu zahlen. Der Marktpreis einer Aktie wird zwar benötigt, um das KGV zu berechnen, aber das KGV selbst verschafft einen besseren Einblick in das Wachstumspotenzial der Aktie.

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Generell kann man sagen, dass Investoren umso höhere Gewinne erwarten, je höher das KGV ist. Allerdings ist eine Aktie mit einem hohen KGV nicht unbedingt eine bessere Investition als eine Aktie mit einem niedrigen KGV. Ein hohes KGV kann nämlich darauf hindeuten, dass die Aktie überbewertet ist. Wenn du in eine überbewertete Aktie investierst, dann läufst du Gefahr, Geld zu verlieren, wenn die hohen Gewinnerwartungen der Investoren nicht erfüllt werden.

Wenn das Unternehmen jedoch ein niedriges KGV hat, kann dies bedeuten, dass die Aktie unterbewertet ist. Investoren können solche Aktien häufig zu einem niedrigen Preis kaufen und davon profitieren, wenn der Preis steigt. Allerdings kann ein niedriges KGV auch Ausdruck eines mangelnden Wachstumspotenzials sein.

Du kannst das KGV mit dem ähnlicher Unternehmen seiner Branche vergleichen, um einen Eindruck zu bekommen, ob die betrachtete Aktie über- oder unterbewertet ist.

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Dieser Artikel wurde von The Motley Fool auf Englisch verfasst und am 17.03.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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