Volkswagen: Gute Umsätze in China gleichen die Schwäche in Europa und den USA aus
Volkswagen (WKN:766400) gab am Freitag an, die weltweiten Umsätze wären im Januar um 3,7 % gestiegen.
Wie bitte?
VW gab an, dass der Konzern, der die Luxusmarken Audi und Porsche besitzt, im Januar 847.800 Fahrzeuge ausgeliefert habe. Das ist ein Anstieg um 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr.
Grund dafür waren die guten Ergebnisse in China: Die Auslieferungen stiegen um 15,4 % im weltgrößten Markt für Neufahrzeuge. Die Umsätze bei Audi stiegen um 6,2 % auf 54.402 Fahrzeuge. Die Gesamtumsätze für den Konzern stiegen in China im Januar um 13,9 % auf 400.100 Fahrzeuge. Das war nicht genug, um den Erzfeind General Motors (WKN:A1C9CM) zu erreichen, der im selben Zeitraum 421.023 Fahrzeuge verkaufen konnte, aber es war ein gutes Ergebnis für den gebeutelten VW-Konzern.
Die Marke VW mit seinem hohen Verkaufsvolumen hatte dafür in anderen Ländern Probleme, da das Unternehmen noch immer mit den Folgen des Dieselskandals zu kämpfen hat. Die Umsätze von VW fielen in Januar in Europa um 3,1 % und in den USA um 14,6 %, während die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen in wichtigen Märkten in Südamerika zu einem Rückgang von 35,8 % in der Region geführt hatten.
Audi erging es da etwas besser. Der Luxusautobauer meldete ein Umsatzplus von 6,5 % in Europa und 2,7 % in den USA, sowie ein Plus von 4 % im vom Problemen geplagten brasilianischen Markt.
Und so lief es für die größeren Marken aus dem Hause VW weltweit:
Was bedeutet das für Volkswagen?
Das bedeutet, dass, obwohl der Dieselskandal den Umsätzen in Europa und den USA geschadet hat, das Unternehmen als ganzes weiterhin trotz der schwächelnden globalen Märkte wächst.
Das Image der Marke VW scheint in China nicht besonders schwer beschädigt zu sein, während die wichtigen und hochprofitablen Marken Audi und Porsche (bisher) scheinbar noch keine Schäden von dem Skandal davongetragen haben.
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Letzten Monat begann VW mit dem Rückruf von 8,5 Millionen Dieselfahrzeugen in Europa, um sie in Einklang mit den Emissionsgesetzen der EU zu bringen. Das Unternehmen hat noch keine Einigung mit den amerikanischen Regulierungsbehörden bezüglich der 600.000 dort betroffenen Fahrzeuge erzielt.
Was kommt als nächstes?
VW hat die Veröffentlichung der Ergebnisse des vierten Quartals und des Gesamtjahres auf unbestimmte Zeit verschoben. Wahrscheinlich arbeitet man noch an einer Schätzung, was der ganze Skandal eigentlich kosten soll.
Im Moment warten die Aktionäre und die interessierten Investoren darauf, dass VW mit den US-Regulierungsbehörden eine Einigung erzielt, um die betroffenen Fahrzeuge zu reparieren und die Eigentümer zu entschädigen. Einige der potenziellen Möglichkeiten für eine solche Einigung (ein Rückkauf der betroffenen Fahrzeuge zum Beispiel) könnten mehrere Milliarden USD kosten und die Gewinne für mehrere Jahre belasten.
Für die aktuellen VW-Aktionäre sind die robusten Umsätze sicher ermutigend. Aber für diejenigen, die sich eine Investition in VW überlegen, ist es vielleicht momentan noch besser zu warten, bis die Kosten des Skandals etwas klarer sind.
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Motley Fool empfiehlt General Motors.
Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 12.02.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

